Aktuelle Ausgabe
2012-20

Erster Spatenstich für den Neu- und Erweiterungsbau der Caritas-Werkstätten in Büren

100 neue Arbeitsplätze

Der Bagger wartet schon – Erster Spatenstich in den Caritas-Werkstätten in Büren (v. l.): Hubert Reiffer (CWW), Uwe Rosenkötter (Mitarbeitervertretung), Wolfgang Oppermann (Werkstattrat), Eugen Riese (Leiter der Werkstätten), Architekt Martin Brockmeyer, Bürgermeister Wolfgang Runge, Klaus-Heiner Kaufmann (CWW), Vikar Simon Schwamborn, Volker Odenbach (CWW-Vorstandsvorsitzender) und Bauunternehmer Jörg Schlune.

Büren. Bauarbeiter werden in den kommenden Monaten das Bild rund um die Caritas-Werkstätten St. Nikolaus am Westring 29 in Büren bestimmen. Bis Mitte 2010 sollen in den Werkstätten 100 neue Arbeitsplätze für behinderte Menschen entstehen. Die Kos­ten belaufen sich auf etwa 2,1 Millionen Euro. Mit dem feierlichen „ersten Spatenstich“ sind die Bauarbeiten kürzlich gestartet.

Durch die Baumaßnahmen werden die Werkstätten St. Nikolaus fast 1 400 Quadratmeter neue Nutzfläche erhalten. Die Baukosten werden finanziert durch einen Zuschuss des Landes NRW, durch das Integrationsamt beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), aus Mitteln der „Aktion Mensch“ und aus Eigenmitteln des Vereins Caritas Wohn- und Werkstätten im Erzbistum Paderborn e.V. (CWW), der Träger der Werkstätten St. Nikolaus ist.  Beim ersten Spatenstich mit Bürens scheidendem Bürgermeister Wolfgang Runge wartete der Bagger schon im Hintergrund. Die Bauarbeiten sollen innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. „Wir sind froh, dass wir alle Gewerke an heimische Firmen vergeben konnten“, sagte Werkstattleiter Eugen Riese.
Der Entwurf des Bad Lippspringer Architekturbüros „Brockmeyer + Rüting“ sieht eine Erweiterung in zwei getrennten Bauteilen vor. Die zukünftigen Gebäude bieten unter anderem Platz für einen Arbeitsbereich, aber auch 60 neue Arbeitsplätze sowie Therapie- und Gruppenräume für schwerstmehrfachbehinderte Beschäftigte. Eine eigene Zufahrt mit einem Rondell und Parkplätzen erleichtert die An- und Abfahrt der Fahrdienste.
Zurzeit sind die Arbeitsplätze der Werkstätten St. Nikolaus noch auf drei Standorte in Büren verteilt: neben dem Westring am Oberen Westring und in Hegensdorf. Mit der Eröffnung der neuen Betriebsstätten 2010 werden alle Werkstattplätze am Standort Westring 29 zusammengeführt. Damit wird sich die gesamte Arbeitsorganisation vereinfachen. „Das macht sich für die Kostenträger positiv bemerkbar, sodass die Tagessätze durch die Investition nicht steigen werden“, sagte Karl-Heinz Kaufmann, Geschäftsführer „Werkstätten“ bei den Caritas Wohn- und Werkstätten im Erzbistum.
In den neuen Räumen können die soziale Betreuung und individuelle Förderung verbessert werden. Vor allem finden schwerstmehrfachbehinderte Beschäftigte, die jetzt aus dem Altkreis Büren zu den Schlosswerkstätten in Schloß Neuhaus fahren, endlich in Büren einen Arbeitsplatz.
Der Neu- und Erweiterungsbau ist ein Zeichen für den Erfolg von St. Nikolaus. Bei der Gründung vor 15 Jahren gingen die Planer von 128 Arbeitsplätzen aus. Das war schnell überholt. Zurzeit arbeiten 240 behinderte Menschen in den Werkstätten, ein Teil von ihnen in Außenarbeitsgruppen in anderen Partnerunternehmen.
„Die Werkstätten sind einer der größten Arbeitgeber in Büren“, betonte Bürgermeister Wolfgang Runge. „Die behinderten Menschen sind in unserer Stadt gut integriert.“ Die soziale Bedeutung der Werkstätten hob auch Volker Odenbach, Vorstandsvorsitzender des CWW, hervor: „Hier arbeiten die Beschäftigten nicht nur, hier leben sie und finden Freunde fürs Leben.“


20.05.2012
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