Kolpingsfamilie Fröndenberg gründete bereits 1959 mit Altpapiersammlung die Eine-Welt-Arbeit
50 Jahre Dienst am Menschen
Fröndenberg. Die Kolpingsfamilie Fröndenberg schaut im Jahre 2009 auf 50 Jahre ununterbrochenen Einsatz für Menschen in den Ländern der „sogenannten Dritten Welt“ zurück. Was 1959 begann, wird heute nicht als Jubiläum gefeiert, sondern als Motivation für den weiteren Einsatz betrachtet.
So steht das Programm der Gruppe in der Kolpingsfamilie im 1. Halbjahr 2009 ganz unter dem Thema: „Eine Welt“. Es startet mit einer Pressekonferenz mit Rückblick und Vorschau, sowie einer Ausstellung zum Thema „Eine Welt“, in der Sparkasse. Vorträge zu den Themen: „Die Lebenssituation der Menschen in den Randgebieten der Großstädte Brasiliens“ und „Weltweit Gemeinschaft sein, unsere christliche Verantwortung“, werden folgen. Gleich zweimal geplant ist ein Kaffee-Stop: Damit gemeint sind Informationen auf dem Wochenmarkt. Ebenfalls geplant ist aber auch ein Familiengottesdienst: „Wir bauen an einer gerechteren Welt“, lautet das Thema.
In diesem Jahr wird auch wieder zum bereits 18. Mal zum Eine-Welt-Marsch durch die Stadt geladen, mit Besichtigung der Kaffeerösterei Langen, dem Kooperationspartner mit mexikanischen Kaffeebauern.
Ein Rückblick auf die Arbeit in den 50 Jahren zeige, dass immer die Hilfe für die Menschen im Mittelpunkt gestanden habe, so die Fröndenberger Kolpinger. Mit dem Aufruf, Altpapier zu sammeln, habe die Hilfe der „Papiersammler der Mission“ begonnen. Die Zeitungen hätten später darüber berichtet: „ Die Kolpingsfamilie ist wohl die erste Organisation, die einen solchen Weg beschreitet, um fremden Menschen helfen zu können.“
Die Ideengeber und Gründer Hubert Betzinger und Hans Braukmann ahnten damals nicht, welche Lawine sie da lostraten. Die Aktion wurde über Jahre ein Erfolg. Durch großen Einsatz wurden aus den Erlösen viele Projekte in Südkorea, Südafrika, Brasilien und Chile unterstützt. Partner vor Ort waren deutsche Missionare und ab 1968 das Internationale Kolpingwerk. Immer ging es dabei um die Vermittlung von „Hilfe zur Selbsthilfe“.
Als 1989 wegen starken Preisverfalls beim Altpapier die Aktion beendet wurde, blickte die Kolpingsfamilie auf folgendes Ergebnis zurück: 2334 Tonnen Altpapier waren gesammelt worden, das bedeutete an Erlös die Summe von 137608 Mark. Zum 25-jährigen Bestehen der Aktivgruppe „Papiersammler der Mission“ hatte sie 1984 den Ehrenbecher des Diözesanverbandes Paderborn erhalten.
Mit den Unruhen in Polen wurde Anfang der 80-er der Ruf nach Hilfe aus dem Westen laut. Mit der Kolpingsfamilie Kamen-Methler wurde eine Hilfsaktion für Polen gestartet.
Mitte der 80er-Jahre startete das Internationale Kolpingwerk die Aktion: „Gebrauchte Maschinen“. Aus Fröndenberg wurden auf Initiative der Kolpingsfamilie zwei große Transporte mit guterhaltenen Maschinen nach Papenburg geschickt.
Seit über 40 Jahren läuft die Aktion „Mit gebrauchten Briefmarken helfen“. In allen Kirchen des Pfarrverbundes stehen Sammelkästen, Firmen und Behörden gehören zu den festen Sammlern. Jährlich kommen etwa 35 Kilogramm Briefmarken zusammen, die sortiert werden. Danach gehen sie zur Kolpingzentrale nach Köln. Der Erlös ist für die Berufsausbildung durch das Internationale Kolpingwerk weltweit bestimmt.
In den 17 Jahren des
Eine-Welt-Marsches wurden zudem bislang 76 813 Euro gesammelt. Ziel dieser Aktion ist einerseits die direkte Hilfe durch die Projekte und darüber hinaus soll das Thema „Eine-Welt“ durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit den Menschen in der Stadt nähergebracht werden.







