Aktuelle Ausgabe
2012-20

100 Jahre Kolping-Bezirksverband Wiedenbrück: Jubiläum beginnt mit Gottesdienst und Festakt

Aktivposten für Städte und Gemeinden

Beeindruckendes Bild: Im Anschluss an den Gottesdienst formierte sich der Bannermarsch durch die Gütersloher Innenstadt. Foto: Wiedenhaus

Kreis Gütersloh. Ein Festgottesdienst in der Gütersloher St.-Pankratius-Kirche und der offizielle Festakt bildeten den Auftakt der Jubiläumsfeiern zum 100-jährigen Bestehen des Kolping-Bezirksverbandes Wiedenbrück. Während des Gottesdienstes wurde der neue Bezirkspräses Markus Henke von Kolping-Diözesanpräses Ansgar Wiemers in sein Amt eingeführt. 

von Andreas Wiedenhaus 

„Ihre Ziele haben heute nichts von ihrer Relevanz verloren, die Arbeit der Kolpingsfamilien ist unbestritten verdienstvoll!“ Die Gütersloher Bürgermeisterin Maria Unger lobte in ihrem Grußwort nicht nur den Einsatz der 17 Kolpingsfamilien im Bezirk Wiedenbrück als „soziales Handeln im Dienst der Mitmenschen“, sie hob auch stellvertretend für alle Bürgermeister den hohen Stellenwert dieses Engagements auf kommunaler Ebene hervor: „Ihr Engagement ist ein Aktivposten im Leben der Städte und Gemeinden!“ Nicht zuletzt, so Unger, sei das 100-jährige Bestehen des Bezirksverbandes ein „Beweis für Aktivität und Attraktivität“.

Arbeit und Angebote der Kolpingsfamilien sind in einer Zeit eines umfassenden Wandels besonders aktuell und wichtig – das betonten auch die Schirmherren des Jubiläums, die Bundestagsabgeordneten Klaus Brandner (SPD) und Ralph Brinkhaus (CDU) in ihren Grußworten während des Festaktes, zu dem der Bezirksvorsitzende Klaus Vorderbrüggen rund 220 Gäste im „Gütersloher Brauhaus“ begrüßte.

Brinkhaus verwies dabei auf die Parallelen zwischen der Gründungsphase des Verbandes durch Adolph Kolping und den aktuellen gesellschaftlichen Umbrüchen. So wie die wandernden Gesellen damals seien auch heute viele Menschen „aus der Zeit gefallen“: „Umso wichtiger ist es, dass sie auch heute etwas haben, das ihnen Halt und Orientierung gibt!“ Als Christen mit „Herz und Hand“ bezeichnete Klaus Brandner, selbst Mitglied der Kolpingsfamilie Verl, die Kolpingschwestern und -brüder. Insbesondere lobte der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales den Einsatz der „Kolpinger“ für eine gerechte Arbeitswelt, „in der die Würde des Menschen nicht mit Füßen getreten wird“. Arbeit sei viel mehr als der reine Broterwerb, das habe schon Adolph Kolping erkannt.

Begonnen hatte die Feier mit einem Gottesdienst, an den sich ein Bannermarsch der 17 Kolpingsfamilien des Bezirksverbandes Wiedenbrück anschloss.


20.05.2012
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