Aktuelle Ausgabe
2012-20

650 Teilnehmerinnen beim Diözesantag der kfd

Anregungen von Frau zu Frau

Kaum zu glauben: mit dem eigenen Gleichgewicht lässt sich ein „Segway“ steuern. Das mussten die Teilnehmerinnen erst einmal ausprobieren.

Rheda-Wiedenbrück. Sphärische Musik schwebt durch den Raum, auf der Bühne öffnet sich hinter wallenden Tüchern langsam eine Muschel, eine weibliche Gestalt steigt aus ihr hervor, weitere Muscheln öffnen sich und auf der Bühne entfaltet sich ein prächtiges Schauspiel: Vier Perlenfängerinnen treten hervor, ein Perlentaucher betritt die Bühne und eine Perlensucherin übernimmt die Moderation. Wertvolle Perlen stehen im Mittelpunkt der folgenden Sprechszenen: Perlen sind selten und daher kostbar. Sie sind Symbol für Wertvolles und Hochgeschätztes. Und so sind Perlen auch Sinnbild für die Fähigkeiten und Talente, die in Frauen schlummern und die manchmal versteckt sind und wie eine Perle unentdeckt heranreifen, bis sie zum Vorschein kommen.  

Mit diesen eindrucksvollen Szenen des Essener Theaters „Zebula“ begann der erlebnisreiche Tag, zu dem der Diözesanverband der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) Paderborn aktive kfd-Frauen, Vorstandsmitglieder und Mitarbeiterinnen in das A2-Forum nach Rheda-Wiedenbrück eingeladen hatte. 

Diözesanvorsitzende Marlis Meermeier griff bei der Begrüßung der mehr als 650 Teilnehmerinnen das Bild der Perle auf: „Sie alle sind wertvoll für unseren Verband wie Perlen. Sie setzen Ihre kostbaren Begabungen mit Leidenschaft für Ihre kfd-Gemeinschaft ein.“ Dies schätze der Diözesanverband sehr und biete darum einen Tag zum Genießen und Wohlfühlen. 

Im Laufe des Auftaktprogrammes stellte Veronika Maruhn vom Theater „Zebula“ als Moderatorin weitere kostbare Perlen, sprich kreative Talente von Frauen vor, die diese zur Vorbereitung des Tages neu ausprobiert hatten. So präsentierte die Tanzgruppe eine imponierende Darbietung, die sie in nur neun Treffen eingeübt hatte. Der Projektchor beeindruckte durch mitreißende und bewegende Lieder. „Es machte einfach Spaß, zu entdecken, dass ich tatsächlich singen kann“, freute sich eine Teilnehmerin. Die Frauen des Malprojektes erzählten, wie sie von ersten Ideen zum Thema „Leidenschaft“ bis zum fertigen Bild gelangt waren. 

Das Programm des Tages lud die kfd-Frauen ein, selbst auf die Suche zu gehen, um Neues zu entdecken: Schätze, die in ihnen selbst stecken und Schätze, die die kfd bietet. Im „Leitbild-Forum“ konnten sie Einblick nehmen in das PC-Programm zur Mitgliederverwaltung oder sich informieren, was die neuen kfd-Projekte der „Pflegebegleiterinnen“ oder „Junge Frauen in der kfd“ bieten. „Genau dies habe ich mir gewünscht! Mal direkt von Frau zu Frau Anregungen zu bekommen, die ich für meine Arbeit im kfd-Vorstand brauche. Der Tag hat sich gelohnt“, resümierte eine kfd-Vorsitzende.

Interessante Informationen brachte auch kfd-Bundesvorsitzende Maria-Theresia Opladen mit, die als Talkgast die Veranstaltung besuchte. Sie betonte, wie wertvoll das Engagement der kfd-Frauen sowohl in Gemeinde, Kirche und im gesellschaftspolitischen Bereich sei: „Wenn nicht wir selbst unsere christlichen Vorstellungen als Frauen einbringen, wer dann?“ Die Felder, in denen die kfd sich als Sprachrohr von christlichen Frauen engagiere, seien vielfältig. Als Beispiel nannte sie die aktuelle Spardiskussion, die nicht zu Lasten von benachteiligten Frauen und Familien geführt werden dürfe.

Selbst Neues auszuprobieren und Spaß und Freude am gemeinsamen Tun, prägten die weiteren Angebote des Tages. Mit Begeisterung sangen die einen mit der Musikerin Bea Nyga bekannte Schlager und übten rhythmische Sprechklänge ein. Wer einmal selbst als Sängerin vor Publikum auftreten wollte, konnte dies tun. Ganz Wagemutige probierten aus, auf einem Segway zu fahren, einem Gefährt, das durch das eigene Gleichgewicht gelenkt wird. Die Lachmuskeln der Teilnehmerinnen  wurden strapaziert, als „Erna Schabiewski“ alias Kabarettistin Ulrike Böhmer von ihren Erlebnissen als „kfd-Perle aus Dortmund“ erzählte. 

Beim „Minutensegen“ konnten die Frauen einen geistlichen Zuspruch erhalten und – wenn gewünscht – persönlich gesegnet werden. Dass diese Form von Spiritualität den Nerv der kfd-Frauen traf, zeigte die lange Reihe wartender Frauen vor dem „Segensraum“. 

Wie eine Person, die alles stehen und liegen lässt und mit Leidenschaft die eine wertvolle Perle sucht, so handelten auch kfd-Verantwortliche, stellte Diözesanpräses Schmitz in der Predigt des Abschlussgottesdienstes dar. „Sie bringen viel Energie und Zeitaufwand in Ihre kfd-Gemeinschaft ein.“ 


20.05.2012
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