Aktuelle Ausgabe
2012-20

Hansestadt erhält als erste Stadt in Südwestfalen den Titel

Attendorn ist „Fairtrade-Stadt“

Auf Einladung der Attendorner Hanse GmbH informierten sich einige Attendorner Einzelhändler und Gastronomen über die breite Produktpalette fair gehandelter Waren, die von Adelheid Lütteke und Luise Springob vom „Arbeitskreis Fairer Handel in Attendorn“ vorgestellt wurden.

Attendorn. Attendorn darf sich ab sofort „Fairtrade-Stadt“ nennen. Diese erfreuliche Botschaft erhielt Bürgermeister Wolfgang Hilleke aus Köln. In der Domstadt sitzt mit der Siegelorganisation „Transfair“ die Stelle, die für die Prüfung der Bewerbungsunterlagen und die Ernennung der deutschen Fairtrade-Städte zuständig ist.  

Die Kampagne „Fairtrade-Town“ („Faire Handelsstadt“) startete vor zehn Jahren in England. Mittlerweile beteiligen sich 850 Städte in 20 Ländern, darunter zahlreiche aus Deutschland. Und nun auch Attendorn. Kathrin Bremer von „Transfair“, die bereits bei der Auftaktveranstaltung in Attendorn am 17. November vom Engagement der Hansestädter angetan war, überbrachte Bürgermeister Hilleke die tolle Nachricht, dass Attendorn die erste Stadt in Südwestfalen ist, die sich „Fairtrade-Stadt“ nennen darf.

„Die fünf erforderlichen Kriterien wurden von der Stadt Attendorn eindrucksvoll erfüllt und umgesetzt“, so Kathrin Bremer. Zu diesen fünf Kriterien gehörten unter anderem ein Ratsbeschluss, die Bildung einer lokalen Steuerungsgruppe, das Mitmachen des Einzelhandels, der Gastronomie und der öffentlichen Einrichtungen sowie Medienpräsenz.

Große Freude herrscht nicht nur im Rathaus, sondern auch beim „Arbeitskreis Fairer Handel“, bestehend aus Mitgliedern des Vereins „Eine Welt e.V. Attendorn“ und der Lokalen Agenda, die die Kampagne „Fairtrade-Stadt Attendorn“ initiiert hat, sowie bei den zahlreichen Einzelhändlern, Gastronomiebetrieben, Schulen, Vereinen, öffentliche Einrichtungen und Kirchen, die die Kampagne tatkräftig unterstützen.

„Das ist eine tolle Auszeichnung für unsere Stadt“, war der Jubel bei den Mitarbeitern der lokalen Steuerungsgruppe natürlich groß. Für alle steht eines jedoch fest: „Jetzt heißt es, am Ball zu bleiben, damit Attendorn viele Jahre Fairtrade-Stadt bleibt. Die nächste Überprüfung findet in zwei Jahren statt“. Bis dahin hoffen die Initiatoren, dass sich die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt weiterhin so sehr für die Kampagne „Fairtrade“ interessieren wie in den letzten Monaten. Auf eines können die Initiatoren weiterhin bauen. Nämlich auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Attendorn.

„Der Doppelpass zwischen dem „Arbeitskreis Fairer Handel“ und der Stadtverwaltung hat sehr gut funktioniert“, bedankt sich die Sprecherin der Steuerungsgruppe Adelheid Lütteke bei Bürgermeister Wolfgang Hilleke und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Rathaus.

Die offizielle Überreichung der Fairtrade-Urkunde durch „Transfair“ ist für das Frühjahr in Attendorn geplant. 


20.05.2012
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