Begegnungswochenende „Fußball und Spiritualität“
„Auf Schalke“ und im Kloster
Rheda-Wiedenbrück (rtl). Es ist eine auf den ersten Blick etwas ungewöhnliche Konstellation: Fußball und Glaube, das Franziskanerkloster in Wiedenbrück und die Arena „Auf Schalke“. Doch beide Seiten könnten voneinander profitieren, meint Franziskaner-Bruder Frank Krampf. Und so hatte er im vergangenen Jahr die Idee zu einem Begegnungswochenende unter dem Motto: „Fußball und Spiritualität“, das in diesem Jahr in die „Verlängerung“ geht und sogar zu weiteren „Freundschaftsspielen“ im Ruhrgebiet geführt hat.
„Die Kirche kann vom Fußball etwas lernen, die Begeisterungsfähigkeit, Lebendigkeit und Einsatzbereitschaft“, findet Bruder Frank, der selbst bekennender Schalke-Fan ist. Und: „Der Glaube kann dem Fußball auch etwas bieten: eine Antwort auf Fragen nach dem Sinn des Lebens. Nach Gott, der mich auch in Niederlagen nicht fallen lässt.“ Die für viele seiner Mitbrüder zunächst etwas gewöhnungsbedürftige Verbindung erwies sich im vergangenen Jahr als voller Erfolg. „Viele unserer Teilnehmer hätten nicht erwartet, dass wir derart professionell, aber auch mit einer solchen Offenheit und Gastfreundlichkeit bei den Königsblauen empfangen werden“, lautet die positive Bilanz des Franziskaners. Am Pfingstwochenende fand der wechselseitige Austausch statt, der neben gemeinsamen Gebeten und der Besichtigung des Stadions auch eine Bestandsaufnahme von Ähnlichkeiten zwischen Sport und Religion beinhaltete. „Auf dem Rasen und im Alltag stellt sich stets die Frage: Wer ist der Spielführer meines Lebens?“, so Bruder Frank. Und auch Wechselgesänge, den Einzug mit Fahnen und einen immer wiederkehrenden Ritus sieht der Franziskaner als Parallelen zwischen Fußball und Gottesdiensten an.
Nun also sind Interessenten zwischen 16 und 35 Jahren zu einer „Verlängerung“ eingeladen. Vom 17. bis 19. April sollen sie erneut die Möglichkeit erhalten, „über ihre Leidenschaft für den Fußball und die Kraft, die der Glauben geben kann, nachzudenken“, wie es in der Veranstaltungsankündigung heißt. Beginn ist am Freitag, 17. April, um 17.30 Uhr in Rheda-Wiedenbrück, sofern das Schalke-Spiel nicht an diesem Tag bereits stattfindet. Denn dann wäre Gelsenkirchen der Ausgangspunkt des Wochenendes. Neben dem Besuch des Bundesligaspiels sind Gottesdienst, Stadionbesichtigung zum Thema, ein Gespräch mit Josef Schnusenberg, dem 1. Vorsitzenden von Schalke und vielleicht ein Gespräch mit einem Spieler ist vorgesehen.
„Ich kenne das Kloster in Wiedenbrück schon viele Jahre und denke, dass der Austausch zwischen zwei Institutionen wie dem FC Schalke und den Franziskanern wichtig sein kann“, so Schnusenberg, der das Projekt von Anfang an unterstützt hat.
In diesem Jahr weitete Schalke 04 die Idee des Begegnungswochenendes erstmals auf verschiedene Gemeinden des Ruhrgebietes aus. Den Anfang machte kürzlich die St.-Antonius-Großgemeinde in Herten. „Wir möchten den Kirchengemeinden vor Ort ein Instrument an die Hand geben, um junge Menschen anzusprechen und diese für ‚christliches Gedankengut‘ zu begeistern“, so Schnusenberg.







