Aktuelle Ausgabe
2012-20

Begegnung mit Gott in der Werkhalle

Besondere Atmosphäre: Gottesdienst in der Fabrik.

Bruchhausen. „Gott kommt ... in den Arbeitsalltag“ hieß  es in der Firma Trilux. Und so verwandelte sich eine Lkw-Werkseinfahrt zum Kirchenportal, eine Versandhalle zum Gottesdienstraum, ein Stapel Paletten zu einem Altar und statt Maschinengeräuschen ertönten Saxophon- und Gitarrenklänge. 

Nahezu 200 Erwachsene und Kinder waren der Einladung zu diesem ungewöhnlichen Gottesdienst gefolgt und wurden von Vikar Nils Petrat begrüßt. Zu Beginn der gottesdienstlichen Feier wurden zunächst Bilder von Menschen auf Großleinwand projiziert und deren jeweilige Arbeitssituation kurz skizziert.

„Gott ist da, wo Menschen  leben, Gott ist da, wo Menschen sind“, lautete es dann in einem meditativen Text von Andrea Schwarz. So wurden die Gottesdienstbesucher aufgefordert der Frage nachzuspüren, wo Gott im oft lauten und hektischen Arbeitsalltag überhaupt vorkommt.

Mit Hilfe von Gegenständen aus dem Arbeitsalltag, einer  Leuchte, einem Arbeitsanzug, einer Brotdose und einem Bilderrahmen wurden die Gottesdienstbesucher auf Spurensuche mitgenommen. Es wurde deutlich, dass Spuren von Gott etwa in Ideen, Fähigkeiten und Talenten von werktätigen Menschen zu finden sein können oder in jeder ehrlichen menschlichen Begegnung am Arbeitsplatz.

Eine Lichteraktion zu den Fürbitten und das Vaterunser rundeten den stimmungsvollen Gottesdienst ab. Den emotionalen Höhepunkt gab es am Schluss, als das aus 200 Kehlen ertönende „Großer Gott, wir loben dich“ die Werkhalle durchdrang.


20.05.2012
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