Caritas plant eine neue Wohnanlage für Senioren in Rietberg
Bezahlbar mitten im Leben stehen
Rietberg. Der erste Spatenstich ist zwar noch nicht gemacht, dennoch sind die Vorstellungen der Caritas bereits ganz konkret. Am Torfweg 31 in Rietberg, in sympatischer Nähe zur Innenstadt, soll eine neue Wohnanlage für Senioren entstehen. Die Fertigstellung des Hauses ist spätestens für Mai 2009 geplant.
von Ruth Lakenbrink
Die Planungen seien mit der Stadt abgesprochen, der Bauantrag werde in Kürze eingereicht, erklärt der Geschäftsführer des Kreis-Caritasverbandes, Michael Brüggenolte. Bislang steht auf dem Grundstück zwar noch ein Wohnhaus, dessen Bewohner just erst ausgezogen ist. Das Gebäude werde aber in Kürze abgerissen, sodass im September mit dem Neubau begonnen werden kann. Reservierungen für die neue Wohnanlage werden aber bereits entgegengenommen.
Im Erdgeschoss des Hauses soll eine Wohngruppe von acht bis neun Senioren Platz finden. Wie in einer richtigen WG sind Küche, Wohn- und Esszimmer als Gemeinschaftsräume angedacht. Darüber hinaus soll jedem Bewohner ein 26 Quadratmeter großes Appartement mit Wohn- und Schlafraum sowie eigenem Bad zur Verfügung stehen.
Das Obergeschoss des Hauses soll in zwölf unterschiedlich große, behindertengerechte Wohnungen aufgeteilt werden. Zwischen 50 und 75 Quadratmeter Platz bieten diese und können somit sowohl von Alleinstehenden als auch Paaren genutzt werden. Jede Wohnung verfügt über einen eigenen Balkon. Zusätzlich kann der Garten von allen Besuchern genutzt werden. Außerdem soll für die Bewohner der Wohnungen im Ergeschoss ein Gemeinschaftsraum mit kleiner Teeküche entstehen, um das Miteinander zu fördern. Durch einen Personenaufzug werden die Geschosse miteinander verbunden.
Die Betreuung der Senioren werden die Fachkräfte der Caritas-Sozialstation Rietberg übernehmen, die nur wenige hundert Meter entfernt im Ärztehaus an der Delbrücker Straße 12 ansässig ist. „Unsere Mitarbeiter werden selbstverständlich täglich anwesend sein, außerdem gibt es zusätzlich noch ein Hausnotrufsystem“, erklärt Brüggenolte. „Kurze Wege und schnelle Hilfe sind jederzeit garantiert, Sicherheit und Service gewährleistet“, betont Irene Heiduk, stellvertretende Leiterin der Sozialstation. Und ergänzt: „Die Bewohner entscheiden selbst, ob und in welchem Umfang sie diese Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Der Umfang der Service-Leistungen lässt sich natürlich jederzeit – je nach Wunsch und Bedarf – individuell anpassen.“ Die Vorteile liegen für Brüggenolte und Heiduk auf der Hand: Diese Form des Wohnens sei bezahlbar, denn anstatt für umfangreiche Hilfs- und Pflegeleistungen zu zahlen, die gar nicht gewünscht oder nicht erforderlich sind, komme jeder Bewohner nur für die Dienste auf, die er tatsächlich in Anspruch nimmt.
Erste Anfragen aus Rietberg liegen bereits vor. „Offenbar hatten unsere Pläne bereits die Runde gemacht, noch bevor wir das Projekt überhaupt offiziell vorgestellt haben“, freut sich der Geschäftsführer des Kreis-Caritasverbandes. Somit scheint also das Motto des Wohnprojektes „Mitten im Ort – mitten im Leben“ aufzugehen.
Errichtet wird die Anlage von der Mastholter Bauunternehmung Heinrich Krähenhorst, die Pläne stammen vom Architekten Jan Geller, Inhaber des Architekturbüros Thomé in Wiedenbrück, und dem Herforder Architekturbüro Kirchhoff/Quack. Bauunternehmer Krähenhorst rechnet damit, dass der Neubau im April oder Mai 2009 fertiggestellt sein wird: „Dabei kommt es auch auf die Witterungsbedingungen an.“







