Landpastorales Symposium diskutiert die Zukunft der Seelsorge
Bleibt die Kirche im Dorf?

- Was wird aus der Seelsorge auf dem Land wie auf dem Bild in Regionen wie Oslberg-Bigge?Foto: Vieler
Hardehausen. Geht es auf dem Land um die Orte, den Kirchturm im Dorf, der unbedingt erhalten werden soll? Oder spielen die Beziehungen eine stärkere Rolle in der Zukunft, die Verbindungen zu Initiativen wie Jugendkirche oder Bibelkreis im Pastoralverbund. Was ist die Pastoral der Zukunft im ländlichen Raum? Und was ist die Zukunft der Seelsorge dort? Das sind Fragen, mit denen sich das landpastorale Symposium am nächsten Wochenende beschäftigen wird. Ort dafür ist, fast schon selbstverständlich für das Erzbistum, die Landvolkshochschule Hardehausen.
von Christian Schlichter
Hochrangig wird das Treffen, dessen ist sich Stephan Kreye, theologischer Referent in Hardehausen, sicher. Nicht nur von den Teilnehmern her, unter ihnen die Pastoralbeauftragte aus der französichen Erzdiözese Poitiers oder Bischof Bode als stellvertretender Vorsitzender der Pastoralkommission auf Ebene der Bischofskonferenz. Auch unter den rund 90 angemeldeten Teilnehmern aus der gesamten Republik erwartet Kreye eine gute Mischung. „Vom Hauptamtlichen über Multiplikatoren bis hin zu Ehrenamtlichen und Pfarrgemeinderäten“, fasst er den Querschnitt zusammen. Mit dabei auch eine gute Beteiligung aus dem Erzbistum Paderborn. Einige Pfarrer, aber auch das komplette Dekanatsteam aus Höxter, einige Dechanten und Referenten, vielleicht sogar von der Bistumsleitung, zählt Kreye auf. Sicherstellen, dass es eine breite Diskussion gibt, werden dabei schon die drei Veranstalter: Neben dem Verband der katholischen Landvolkshochschulen, deren Direktoren zum Jahrestreffen nach Hardehausen kommen, ist das Landvolk (KLB) sowie die Landjugend (KLJB).
Zum dritten Mal bereits wird das Landpastorale Symposium veranstaltet. Vorherige Treffen fanden in Plankstetten und Volkersberg statt, ebenfalls katholische Landvolkshochschulen. Inhaltlich gehe es ganz gezielt bei diesem Treffen in Hardehausen darum, „den Begriff Raum anzufassen“, schildert Referent Kreye. Das sei einerseits die geografische Deutung. Aber auch die beziehungstechnische, die soziologische Deutung solle diskutiert werden. Das zusammen mit einer pastoralen Fragestellung solle helfen auf dem Weg der Vision für eine Zukunft der Seelsorge auf dem Land. „Es braucht beide Dimensionen, die der konkreten Orte, als auch die der Beziehungen“, schildert der Hardehausener Theologe. Um dort inhaltlich wie bildlich zugleich einzusteigen, wird Franz Schreggle, Memminger Referent für Gemeindeentwicklung, den Weg vom Teritorium Land zur Beziehung darstellen.
Eine Gruppenarbeit soll sich der Definition des Raumes aus biblischer, biografischer, geografischer und pastoraler Sicht nähern. Der Bericht aus den Erfahrungen der französichen Kirche in Poitiers soll auch in die Podiumsdiskussion mit Schreggle sowie Bischof Franz-Josef Bode am Samstag einfließen.






