Erzbistum, Stadt und LWL organisieren Mittelalterausstellung „CREDO“ / Eröffnung Libori 2013
Blick auf die christlichen Wurzeln

- Kooperationspartner: LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, Angelika Schomberg (E.ON Westfalen Weser), Bürgermeister Heinz Paus, Hans Behringer, Vorsitzender des Kulturfonds, und Generalvikar Alfons Hardt (v. l.).
Paderborn. Nach den beiden erfolgreichen Ausstellungen „799 – Kunst und Kultur der Karolingerzeit“ im Jahre 1999 und „Canossa – 1077“ im Jahre 2006 planen die Stadt Paderborn, das Erzbistum Paderborn und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine weitere überregionale Mittelalterausstellung, die im Jahre 2013 ihre Pforten öffnen soll. Die Ausstellung „CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter“ wird am 26. Juli 2013, dem Freitag vor dem Liborifest, in Gegenwart des Bundespräsidenten eröffnet.
Der Rat der Stadt und die Gremien des Erzbistums Paderborn sowie des LWL haben zwischenzeitlich ihre Zustimmung zu dem Projekt gegeben. Bürgermeister Heinz Paus für die Stadt Paderborn, Generalvikar Alfons Hardt für das Erzbistum und LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch haben den Gesellschaftervertrag unterzeichnet.
Der Paderborner Bürgermeister Heinz Paus zeigte sich erfreut darüber, dass sich die drei Partner erneut zu einer Kooperation zusammengefunden haben. Die Ausstellung wird – ausgehend vom antiken Rom über Irland, England, Skandinavien und Island bis hin zum Baltikum – einen weiten Bogen spannen und den Besuchern detaillierte Einblicke in die umfassenden Veränderungen bieten, die viele europäischen Regionen im Zuge des Christianisierungsprozesses prägten. Paus zufolge wird eine eigene Ausstellungseinheit das Thema zudem in die Neu- und Jetztzeit führen und aktuelle Diskurse zum Thema Mission aufgreifen. Konzeption und Durchführung liege wie bei den vorangegangenen beiden Ausstellungen wiederum bei der Ausstellungsgesellschaft Paderborn mbH.
Generalvikar Alfons Hardt brachte für das Erzbistum Paderborn seine Freude darüber zum Ausdruck, dass mit der Unterzeichnung der Vereinbarungen die drei Partner nunmehr den Startschuss für die offiziellen Planungen des Ausstellungsprojektes geben konnten. Hardt betonte, dass auch das aktuelle Projekt wie seine Vorgänger durch die inzwischen erprobte Zusammenarbeit des Erzbischöflichen Diözesanmuseums mit internationalen Sammlungen und Forschungsinstituten eine fundierte Vorbereitung im Vorfeld erfährt. So können sich die Ausstellungsmacher bereits zum jetzigen Zeitpunkt über Zusagen bedeutender Exponate etwa aus dem Britischen Museum in London oder dem Kulturhistorischen Museum in Oslo freuen. Über alle Glanzpunkte des Ausstellungsprojektes hinaus könne der Blick zurück auf die christlichen Wurzeln Europas zudem wesentlich dazu beitragen, gerade in Zeiten großer Gleichgültigkeit dem Glauben gegenüber, sich seiner Herkunft neu zu vergewissern.
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch betonte, dass nach erfolgreicher Bestandssicherung des Museums in der Kaiserpfalz in finanziell schwierigen Zeiten eine Beteiligung des LWL an der CREDO-Ausstellung möglich sei. Die Ausstellung werde sich wiederum auch durch einen starken regionalen Schwerpunkt auszeichnen. Besonders für die Frühzeit der Christianisierungsphase Westfalens könne die Ausstellung zahlreiche neue archäologische Funde präsentieren. Das Ausstellungsprojekt stütze sich damit erneut auf die Fachkompetenz des LWL und beste Kontakte zu Museen des ostmitteleuropäischen Raums, die nun im Rahmen der Vorbereitung der Ausstellung ausgebaut werden sollen.
Die Ausstellungsgesellschaft freut sich, bereits jetzt zwei Hauptsponsoren für das Projekt vorweisen zu können: Sowohl E.ON Westfalen Weser als Hauptsponsor als auch der Kulturfonds Paderborn werden sich finanziell maßgeblich an der Ausstellung beteiligen. Zur Verbesserung der Präsentation der Mittelalterschau sollen weitere Sponsoren gewonnen werden.






