Aktuelle Ausgabe
2012-20

Große Ferienaktion im Jugendtreff der Bonifatiusgemeinde

Brasilien zu Gast im Bernward’s

Die Brasilen-Aktion kam bei den Kindern gut an. Sie lernten zugleich viel über das südamerikanische Land.

Dortmund. Ganz unter dem Motto „Brasilien“ standen die diesjährigen Herbstferienspiele im Bernward’s Jugendtreff – einer Einrichtung der katholischen St.-Bonifatiusgemeinde in Dortmund. Hier drehte sich alles um die brasilianische Kultur. Es wurde gebastelt, gemalt, gekocht und geraten. 

von Anna Petri 

„Entstanden ist die Idee zu diesen Ferienspielen aus der letzten Ferienaktion im Sommer“, erklärt Marcel Pier, Leiter des Jugendtreffs der Bonifatiusgemeinde. Nachdem die Ferienspiele im Sommer unter keinem besonderen Motto gestanden hatten und dennoch ein großer Erfolg waren, entschied man sich für den Herbst, einen thematischen Schwerpunkt zu finden. Die Wahl fiel auf das Land in Südamerika.

„Uns war es wichtig an die Sommerferienaktion anzuknüpfen“, berichtet Pier, der erst im August die Leitung der offenen Jugendarbeit übernommen hatte. „Seitdem hat sich viel getan“, sagt er und meint damit auch den Gruppenraum des Bernward’s, wo inzwischen eine Playstation 3 für die Jugendlichen angeschafft wurde.

Besonders zufrieden zeigt sich der Jugendleiter aber auch über die gute Zusammenarbeit mit dem städtischen Jugendtreff im Winkelriedweg in Dortmund-Körne. Gemeinsam mit dessen Leiter Martin Stellmach stehe er im regen Austausch, was die Aktionen für die Jugendlichen angeht. „Wir wollen den jungen Leuten im Stadtbezirk ein möglichst vielseitiges Angebot machen und sprechen uns daher regelmäßig ab, dass sich bestimmte Aktionen nicht überschneiden“, so Pier.

Auch die Ferienspiele rund um Brasilien wurden gemeinsam mit dem Jugendtreff im Winkelriedweg organisiert. Über das Jugendamt der Stadt Dortmund habe man eine Mitarbeiterin gewinnen können, die selbst aus Brasilien stammt und die bei den Ferienspielen als Referentin die Aktionen begleitet hat. Durch ihr Know-how lernten die Jugendlichen die brasilianische Kultur kennen. „Wir haben zum Beispiel einen Nachmittag mit den Jugendlichen aus Naturmaterialien Farbe hergestellt. Die Referentin erklärte, wie man damit brasilianischen Körperschmuck malen kann“, erzählt Marcel Pier. Einen anderen Nachmittag haben die Kinder die sogenannten Vuvuzelas gebastelt, brasilianische Musikinstrumente, die besonders den Fußballfans noch als extrem laute Bläser von der Fußballweltmeisterschaft 2011 in Südafrika in Erinnerung sind.

Zum Auftakt der brasilianischen Woche habe man mit den Jugendlichen einen Film über Rio de Janeiro angesehen. Es wurde brasilianisch gekocht und ausprobiert, wie man eine Kokosnuss am besten öffnet. Ein besonderer Höhepunkt war das Brasilien-Quiz, das per Internetkonferenz direkt aus Brasilien kam.

Über das Internettelefon Skype hatten Jugendliche aus dem brasilianischen Gebiet Capoeira Fragen vorbereitet und gestellt, die die jungen Deutschen beantworten mussten. Dabei ging es auch um Fußball, der in Brasilien eine lange Tradition hat. „Auf unserer Playstation haben wir anschließend ein Fußballmatch mit brasilianischen Mannschaften veranstaltet, berichtet Marcel Pier.

Zum Ende der Ferienaktion haben die Jugendlichen ihre Eltern zu einem gemeinsamen Abschlussfest eingeladen, bei dem es natürlich selbst zubereitete brasilianische Speisen gab. Dazu wurde ein gemeinsames Tischgebet gesprochen, einmal auf Deutsch und einmal auf Portugiesisch.

Marcel Pier zeigt sich sehr zufrieden mit der Aktion. Es sei besonders schön zu sehen, dass sich im Laufe der Woche noch weitere Jugendliche zu den Ferienspielen angemeldet hatten, was zeige, dass es sich schnell herumgesprochen habe. „Die Jugendarbeit hier wächst“, sagt Pier. Daher freue er sich, dass eine Praktikantin für ein halbes Jahr die Aktionen unterstützen wird. „Das kleine Senfkorn, das ich im August angefangen habe zu pflanzen, hat Licht und Wasser bekommen. Es wächst und gedeiht“, stellt er zufrieden fest.


20.05.2012
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