Diözesan-Caritasverband im Erzbistum Paderborn vergab zum ersten Mal den Kinderrechte-Preis
Damit Kinder groß werden können

- Urkunden, Geld- und Sachpreise: Nicht nur die Erstplatzierten wie die Verbundschule Alme-Madfeld-Thülen aus Brilon, die den dritten Platz erreichte (l.), konnten sich freuen: Alle Teilnehmer wurden belohnt.
Hövelhof/Erzbistum (-haus). Stolz halten Yll, Phil, Christoph und Adrian ihre selbst gemalten Schilder in die Höhe. Hinter ihnen an der Wand hängen viele Bilder und eine Messlatte, auf der verzeichnet ist, was Kinder brauchen, um zu wachsen. Dass zum Großwerden nicht nur Essen und Trinken gehört, haben die Vorschulkinder der Tageseinrichtung für Kinder der Spexarder Bruder-Konrad-Gemeinde in vielfältiger Weise dargestellt. Mit ihrem kreativen Beitrag überzeugten die Kinder aus Spexard die Jury und sicherten sich den ersten Platz beim Wettbewerb um den Kinderrechte-Preis des Diözesan-Caritasverbandes.
So wie die kleinen Spexarder hatten sich insgesamt 14 Kinder- und Jugendgruppen an dem zum ersten Mal ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligt. Mit dem zweiten Preis wurde ein Quiz im Stil von „Wer wird Millionär?“ zum Thema Kinderrechte ausgezeichnet, das Jugendliche des Kinder- und Jugenddorfes Delbrück gedreht hatten.
Der dritte Preis ging an die Verbundschule Alme-Madfeld-Thülen aus Brilon. Mit einem Kalender, in dem die Kinderrechte auf jeweils einem Blatt buchstabiert wurden, konnten sie die Jury ebenfalls überzeugen. Die drei Erstplatzierten wurden mit Geldpreisen in Höhe von 750, 500 und 250 Euro belohnt.
Gewonnen haben jedoch alle Teilnehmer, wie Theo Breul, Leiter der Abteilung Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe beim Caritasverband für das Erzbistum Paderborn, betonte. Und das nicht nur, weil es für alle Urkunden und Sachpreise gab: Seine Rechte zu kennen, sei ein wichtiger Schritt, sagte Breul bei der Preisverleihung, doch dabei dürfe es nicht bleiben: Es gehe auch darum, dass Kinder und Jugendliche diese für sich und vor allem auch für andere einzufordern. Diesen Beitrag, so Breul, leisteten die Wettbewerbsteilnehmer vorbildlich.
Kinderrechte
Die UN-Kinderrechtskonvention aus dem Jahr 1989 beschreibt in 54 Artikeln die Rechte junger Menschen. Neben Lebens- und Schutzrechten werden Förder-, Entwicklungs- und Beteiligungsrechte formuliert. Die Caritas hat die NRW-Landesregierung und den Landtag aufgefordert, der Politik für Kinder neuen Schub zu verleihen. NRW brauche „Chancen für Kinder“, heißt es in einem Positionspapier. Unter anderem fordert die Caritas einen besseren präventiven Kinderschutz. Die Landesregierung wird aufgefordert, die Stelle eines Kinderbeauftragten wieder einzuführen, der Landtag solle eine Kinderkommission einsetzen, die die Umsetzung der „Chancen für Kinder“ begleitet. Auch wird angeregt, eine Ombudsstelle für junge Menschen einzurichten. Sie soll Familien und junge Menschen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte gegenüber Behörden unterstütz






