Aktuelle Ausgabe
2012-20

Fußwallfahrt für das Leben

Das waren richtige Pilger

Schweres Gepäck: Auf ihrer neuntägigen Wallfahrt von Wiedenbrück zum Weltjugendtag@home in Rüthen hatten die Pilger ein extra angefertigtes Holzkreuz dabei. Foto: privat

Geseke. Vikar Andreas Mockenhaupt erinnert sich noch gern zurück: „Das waren richtige Pilger, ganz vergnügt und mit viel Gottvertrauen!“ Dabei hatten die Jugendlichen, die für eine Nacht in Geseke Station machten, kein Essen, dafür aber ein 40 Kilo schweres Holzkreuz dabei.

Die Jungen und Mädchen aus Siegen, Freudenberg, Mönchengladbach und Wiedenbrück waren Teilnehmer bei einer „Fußwallfahrt für das Leben“. Organisisiert worden war sie von Pastor Reinhard Lenz und Vikar Michael Melcher. Neun Tage lang pilgerten sie mit den Jugendlichen von Wiedenbrück nach Rüthen, wo sie am vergangenen Wochenende am „WJT@home“  teilnahmen.
Vertrauend auf das Wort Jesu „Sorgt Euch nicht, was Ihr essen und was Ihr trinken sollt. Kümmert Euch um das Reich Gottes, dann wird Euch alles andere dazu gegeben“ nahmen die Jung-Pilger kein Essen mit. Mit dabei war dafür ein 40 Kilo schweres und vier Meter hohes Weltjugendtags-Kreuz, das ein KAB-Mann aus Freudenberg extra für die Wallfahrt gebaut hatte. Mit im Gepäck waren auch Briefumschläge, in denen sich Handzettel zum eigentlichen Briefinhalt befanden: kleine Modelle eines Embryos in der zehnten Woche seines Lebens. Diese verteilten die Jugendlichen in den Orten, durch die sie auf ihrer Pilgerreise kamen. Denn das war das Hauptanliegen der Fußwallfahrt: „Wir wollen für den Schutz von ungeborenem Leben werben“, machte Pastor Lenz deutlich.
Die Handzettel verteilte die Gruppe auch auf ihrer dritten Station in Geseke. Dort kamen sie in strömendem Regen an und fanden erstmal Unterschlupf bei den Maltesern, bei denen sie auch übernachteten. Frauen aus der St.-Marien-Gemeinde versorgten die knapp zehnköpfige Truppe dann ausgiebig mit Speis und Trank: „Essen hatten die wahrlich genug“, glaubt der Geseker Vikar Andreas Mockenhaupt. Eine Erfahrung, die die Pilger auch in den anderen Orten der Wallfahrt gemacht hatten. Das Gottvertrauen habe sich also ausgezahlt, so Pastor Lenz.
Am Abend feierten die Pilger eine Messe im Krankenhaus und zogen daraufhin mit dem Kreuz durch die Innenstadt zur Stifskirche. Dort feierten sie am anderen Morgen mit der Gemeinde Gottesdienst, bevor sie mit dem Kreuz voran weitergingen. Sechs Tage später zogen sie so auch beim WJT in Rüthen ein.
ber


22.05.2012
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