Aktuelle Ausgabe
2012-20

Chorfest von „pueri cantores“ begann in Wiedenbrück

„Den Frieden verkünden“

Alle Hände voll zu tun hatte Kantor Jürgen Wüstefeld, die Sänger von „pueri cantores“ zu dirigieren. Foto: Ebbesmeyer

Rheda-Wiedenbrück. Singen ist wieder „in“. In der Wiedenbrücker St. Aegidius-Kirche bereiteten sich jüngst 650 Mädchen und Jungen aus 24 Chorgemeinschaften Deutschlands auf das große Chorfestival katholischer Kinder- und Jugendchöre „pueri cantores“ in Münster vor. Das fünfte seiner Art.

Von Hubertus Ebbesmeyer

Der Vorstand des Fördervereins der Kinder- und Jugendchöre von St. Aegidius hat innerhalb von 15 Monaten ganze Arbeit geleistet. „Zunächst mussten für rund 700 angemeldete Sängerinnen und Sänger Unterkünfte organisiert werden“, berichtet Anja Ramsel, die zweite Vorsitzende. So sind die jungen Chorsänger in Gastfamilien in Rheda und Wiedenbrück, in Marienfeld, Harsewinkel, Wadersloh und Rietberg-Mastholte untergekommen. Auch die Feuerwehrschule in St. Vit habe Übernachtungsplätze angeboten.
Neben kleinen Konzerten in den Gastgebergemeinden trafen sich die Choristen zu zwei Proben in St. Aegidius, um sich auf den zweiten Teil des „pueri-cantores“-Festivals, das zentrale Abschlusstreffen unter dem Motto „Den Frieden verkünden“ mit 2700 jungen Sängern aus 75 Chören in Münster, vorzubereiten.
Begrüßt wurden die Kinder und Jugendlichen in Wiedenbrück von Kantor Jürgen Wüstefeld, dem Präsidenten von „pueri cantores“ Deutschland, Matthias Balzer, und von Pfarrdechant Meinolf Mika, der sich über den Enthusiasmus der jungen Leute freute. „Vor 10, 15 Jahren war Singen im Chor für die Jugendlichen einfach nur uncool“, berichtet Kantor Wüstefeld. „Heute jedoch ist das gemeinsame Singen gleichberechtigt neben anderen Hobbys“, sagt der Kirchenmusiker, der sogar ein komplettes Handballteam in einem seiner Chöre weiß.
Die dezentralen Vortreffen – kirchliche Kinderchöre trafen sich im Bistum Münster, Knabenchöre in den Bistümern Essen und Paderborn, Mädchenkantoreien in den Bistümern Hildesheim und Limburg und die (Kinder- und) Jugendchöre in Rheda-Wiedenbrück – haben sich bewährt, sagt „pueri-cantores“-Vorsitzender Matthias Balzer.
Gemeinsam mit den Chören machte er sich schließlich auf nach Münster, wo die Chöre nach einer Sternfahrt zusammentrafen.
Domkapellmeister Andreas Bollendorf versprach nicht zuviel, als er von einer „großen musikalischen Spannbreite“ sprach, die Choristen und Besucher erleben würden.
Neben geistlichen und weltlichen Konzerten, die Wiedenbrücker Jugendlichen sangen etwa im Regierungspräsidium, standen auch festliche Gottesdienste und Friedensgebete auf dem Programm des Chorfestivals.


22.05.2012
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