Aktuelle Ausgabe
2012-20

Brackeler St.-Clemens-Gemeinde blickt nach vorn

Den Standpunkt ausloten

Der Pastoralverbund St. Clemens und St. Nikolaus von Flüe wächst zusammen, ohne dass die Gemeinden in Brackel und Neuasseln ihr eigenes Gesicht verlieren: Pfarrer Ludger Keite und Gemeindereferentin Angelika von Kölln. Foto: Wiedenhaus

Dortmund-Brackel. Wo stehen wir, wohin wollen wir? Zwei Fragen, die sich die St.-Clemens-Gemeinde im Pastoralverbund St. Clemens und St. Nikolaus von Flüe in Brackel-Neuasseln seit einiger Zeit stellt. Mit Blick auf die „Perspektive 2014“ von Erzbischof Becker wird derzeit der eigene Standpunkt im Pastoralverbund ausgelotet.

von Andreas Wiedenhaus

Antworten auf diese Fragen suchte die Gemeinde aber nicht bei sich selbst, sondern bei anderen. „Die Fremdwahrnehmung war uns wichtig“, erklärt Pfarrer Ludger Keite den Hintergrund einer ganz speziellen Aktion: Rund 25 Fragenkataloge wurden ganz gezielt an bestimmte Personen verteilt.
Pfarrer Keite: „Darunter waren Ärzte und Schulleiter, aber auch Gastwirte und Journalisten.“ Auf „prägnante Äußerungen“ von denjenigen sei es der Gemeinde angekommen, „die uns ein bisschen kennen, aber nicht zu gut“. Ein Ergebnis, so Keite, sei gewesen, dass die Gemeinde dort, wo sie zu den Menschen gehe, positiv wahrgenommen werde.
So waren die Schlüsse aus der Aktion zum Teil recht nahe liegend: „Wir müssen für die Öffentlichkeit in der Öffentlichkeit präsent sein.“ Ein rund 60-seitiges Konzept wurde erstellt. Konkrete Schritte gibt es aber auch schon: Eine neue Gruppe „Dienst am Mitmenschen“ hat sich gegründet. In drei Untergruppen geht es um Krankenbesuche, ein Sonntagscafé und generationsübergreifende Aktivitäten. Pfarrer Keite: „Die Analyse der Befragungen ist die eine Seite, die darauf folgenden Schritte die andere. Schließlich sollen aus den Visionen konkrete Ergebnisse werden.“
Nach diesen Erfolgen gehen die Befragungsaktionen im Pastoralverbund weiter: In Kürze wenden sie sich an die Gemeindemitglieder. „Es geht darum, ehrenamtliche Mitarbeiter mit ihren ganz speziellen Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen zu gewinnen“, erläutert Gemeindereferentin Angelika von Kölln. Am ersten Advent sollen etwa 5 000 Handzettel im gesamten Pastoralverbund verteilt werden. Wer Interesse an einer – auch zeitlich begrenzten – Mitarbeit in der Gemeinde hat, kann dort seine Interessen und Fähigkeiten vermerken. „Auf die Auswertung sind wir schon gespannt“, sind sich Angelika von Kölln und Pfarrer Keite einig.


22.05.2012
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