Aktuelle Ausgabe
2012-20

In Bergkamen setzt die KAB-Jugend auf gemeinsames Spiel

Der Ball ist rund – „Wir sind dabei“

„Wir sind schon eine starke Truppe“, sagt Peter Andrzejewski. Foto: Plamper

Bergkamen. „Wir sind schon eine starke Truppe“, sagt Peter Andrzejewski. „Wír“, das ist die Fußballjugend der KAB St. Elisabeth in Bergkamen, und Peter, das ist ihr Trainer. Ihm zur Seite steht Sohn Christoph. 

von Elisabeth Plamper 

Einen ganzen Sommer lang haben die rund 20 Hobby-Kicker jeden Montagabend auf dem Sportplatz am Gymnasium Bergkamen verbracht und sind dem runden Leder nachgejagt. „Im Mittelpunkt stehen der Spaß am Spiel und natürlich die Kameradschaft“, betont Peter Andrzejewski. Mitspielen darf jeder, der zwischen 8 und 18 Jahre alt ist. „Wir machen keine Unterschiede, keine gesellschaftlichen und keine in der Religion. Jungen und Mädchen sind gleichermaßen herzlich willkommen.“ Unterstützt wird die Aktion vom Sportamt der Stadt Bergkamen, das alljährlich die Nutzungserlaubnis für den Platz erteilt.

Seit 15 Jahren gibt es inzwischen die „gemischte Fußballrunde“. Gespielt wird in zwei Mannschaften. Das eine Team bekommt rote Trikots, das andere spielt „bunt“. „So halte ich die Mannschaften auseinander“, erklärt der 60-Jährige. Dem ehemaligen aktiven Fußballspieler fiel die Trainerrolle zu, als in einer Vorstandssitzung beschlossen wurde, für die Jugend ein Fußballtraining anzubieten. „Du machst das schon“, sei ihm gesagt worden, erinnert sich Andrzejewski  schmunzelnd. „Die erste Generation unseres Teams ist schon erwachsen, doch der Kontakt ist nicht abgerissen.“

Zu den jährlichen Saisonabschlusstreffen kommen immer wieder einige dazu und erinnern sich gern an ihre Spielzeit bei den KAB-Junioren. In diesem Jahr findet wieder ein Treffen statt, bevor es ab November in die Winterpause geht. Der aktivste Fußballer der Saison erhält dann den vereinsinternen Wanderpokal und für Fairness und Fleiß gibt ebenfalls Pokale. Der Anstoß zur Saison 2012 ist voraussichtlich am ersten Montag im April.

„Wichtig ist für uns in der Gemeinde, dass die Kinder und Jugendlichen von der Straße kommen. Der Sport stärkt das Sozialverhalten“, sagt der Trainer. Das wird auch deutlich, wenn einmal jemand umgerannt wird oder sich sonst irgendwie verletzt. „Die Jungen und Mädels im Team kümmern sich umeinander.“

Nachwuchssorgen hat die KAB-Jugend von St. Elisabeth bisher auch nicht. „Wir werben immer wieder in der Gemeinde für uns und verteilen auf den Patronatsfesten und anderen öffentlichen Veranstaltungen Flyer.“ So sind auch die Eltern von Dominik auf die „Nachwuchskicker“ aufmerksam geworden. Jetzt ist der Neunjährige schon seit fast einem Monat dabei. „Es ist einfach toll“, meint er. Über zehn Jahre spielen Florian und Alex inzwischen schon mit. „Die Kameradschaft ist das Wichtigste“, sagen sie.

Aber auch die Disziplin kommt nicht zu kurz. „Ich achte schon darauf, dass alle möglichst regelmäßig und pünktlich zum Training kommen“, so Andrzejewski. Wenn jemand mal nicht kommen kann, beispielsweise wenn er die Zeit braucht, um sich auf eine Klassenarbeit vorzubereiten, dann sagt er einfach Bescheid. „Die Schule geht vor“, betont der Trainer. Ansonsten heißt es „ich bin dabei“ für die Kicker der KAB-Jugend.

Kontakt: KAB-Jugend-Fußballteam, Christoph und Peter Andrzejewski, Telefon:  02307/61631.


22.05.2012
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