Die KAB in der Mendener St.-Vincenz-Gemeinde feierte 50-jähriges Bestehen
Die Gemeinde mitgetragen
Menden (-haus). Im Gründungsbeschluss der Katholischen Arbeitnehmer-Gemeinschaft (KAB) der Mendener St.-Vincenz-Gemeinde wurde 1959 als eines der Ziele formuliert, eine Säule der Gemeinde sein zu wollen. Daran hat sich bis heute nichts geändert: Dieser Anspruch erwies sich auch bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen der KAB St. Vincenz als aktuell. Walter Cech, der seit 14 Jahren Vorsitzender ist, begrüßte zahlreiche Gäste.
Ziele und Aufgaben der Gemeinschaft stellte der KAB-Bezirksvorsitzende Meinolf Schnippering in den Mittelpunkt seiner Ansprache während des Festaktes. Dabei verwies er auf die katholische Soziallehre als Grundlage des KAB-Engagements.
Er erinnerte an Nikolaus Groß und seinen Einsatz für die Bildungsarbeit. In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts sei Groß unermüdlich durch Deutschland gereist, um die Vereine zu motivieren und die Vorstände zu stärken.
Schnippering nutzte seine Ansprache auch, um ein ganz aktuelles Ziel der KAB noch einmal deutlich zu formulieren: „Sonntag muss Sonntag bleiben!“ Dabei schlug er den Bogen von der Bibel bis zur Verfassung von 1919 und dem Grundgesetz von 1949. Dort werde die Arbeitsruhe am Sonntag geschützt und die Sonn- und Feiertage als „Tage der seelischen Erholung“ bezeichnet. Dem stünden immer öfter die Anforderungen der modernen Industriegesellschaft nach ständiger Verfügbarkeit der Arbeitskräfte und die um sich greifende Kommerzialisierung gegenüber.
Dabei vergaß es der KAB-Bezirksvorsitzende allerdings auch nicht, den Anwesenden ins Gewissen zu reden: „Nicht das, was die Kirchen und wir Christen über den Sonntag sagen, nicht das, was wir politisch fordern, ist ausschlaggebend, sondern wie sie selbst mit dem Sonntag umgehen!“ Derjenige, der öffentlich gegen Sonntagsarbeit protestiere, aber am Sonntag frische Brötchen vom Bäcker hole, schlage sich selbst „die Argumente aus der Hand“. Schnippering wehrte sich auch dagegen, dass der Mensch oft nur noch als Arbeitskraft und Kostenfaktor gesehen werde.
In seiner Predigt während des Festgottesdienstes hatte Präses Pfarrer Christian Kluczynski die Arbeit christlicher Verbände hervorgehoben und betont, dass nur die Gemeinschaft in zielgerichteter gemeinsamer Arbeit in der heutigen pluralen Gesellschaft etwas erreichen könne.







