Aktuelle Ausgabe
2012-20

Die Kolpingsfamilie Wanne-Eickel Zentral beteiligt sich an den RUHR.2010-Projekten

Die Tische sind schon reserviert

„Schachtzeichen“ über dem Ruhrgebiet: Die Kolpingsfamilie Wanne-Eickel Zentral organisierte das Programm an der Zeche „Unser Fritz 2/3“.

Wanne-Eickel (-haus). Bunt und vielfältig ist die Kultur im Ruhrgebiet. Das zeigen derzeit die Aktionen rund um das Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010. Zahlreiche Projekte wurden schon realisiert, andere stehen noch auf dem Programm. Promis und Profis beteiligen sich, unzählige Helfer sind im Einsatz. In dieser kulturellen Vielfalt setzt auch die Kolpingsfamilie-Wanne-Eickel Zentral einige beeindruckende Akzente und zeigt, was engagierte Ehrenamtliche auf die Beine stellen können. 

„Kolping und Kultur – das gehört zusammen“, nennt Pressesprecher Hubert Glasmacher einen der wichtigsten Beweggründe für das Engagement der 242 Mitglieder zählenden Kolpingsfamilie. Schließlich habe der Verband seit seiner Gründung den Bildungsgedanken immer betont. „So war der Weg zum Kulturhauptstadtjahr für uns nicht weit.“ Geebnet wurde dieser schon früh durch einen Besuch des Programmkoordinators der RUHR.2010-Projekte: Jürgen Fischer stellte die Pläne auf Einladung der Kolpingsfamilie im vergangenen Jahr vor. Hubert Glasmacher: „Da war der Funke ruckzuck übergesprungen!“

Vier Projekte wurden schließlich ausgewählt: Den Anfang machte ein Lesemarathon im Saal des Kolpinghauses. 24 Stunden lang wurde Literarisches präsentiert – von Mitgliedern der Kolpingsfamilie und vielen anderen. Unter ihnen der Herner Oberbürgermeister Horst Schiereck ebenso wie Geistliche oder Schüler und Jugendliche. Die Zuhörer waren begeistert, der Start in das Kulturhauptstadtjahr für die „Kolpinger“ mehr als geglückt.

Als dann zu Pfingsten bei der Schachtzeichen-Aktion über 300 gelbe Ballons in den Himmel über dem Ruhrgebiet stiegen und zeigten, wo früher überall Kohle abgebaut wurde, hatte die Kolpingsfamilie das Programm rund um die Zeche „Unser Fritz 2/3“ unter ihre Fittiche genommen. Über eine Woche lang – quasi „rund um die Uhr“ – boten die Organisatoren den Besuchern jede Menge Veranstaltungen. Filme und Konzerte sorgten für Unterhaltung, Informationen über die vergangenen Bergbauzeiten an der Ruhr kamen aus erster Hand: Bergleute schilderten den Zuhörern ihre Erinnerungen an die Arbeit unter Tage. Allein rund 400 Schulkinder nahmen an den Aktionen dieser Woche teil und erfuhren auf spielerische Weise einiges über ihre Heimat. Für Hubert Glasmacher ein Höhepunkt des Projektes: „Es war beeindruckend, mit welchem Eifer die Kinder bei der Sache waren.“ Der Kontakt zu den Schulen sei sehr unkompliziert zustande gekommen: „Auf unsere Anfrage hin gab es dort sofort großes Interesse.“

Musikalisch wurde es dann bei der dritten Station im Kulturhauptstadtjahr beim „Day of Song“. Zwölf Chöre waren Anfang Juni in der Lambertuskirche zu Gast und präsentierten auf Einladung der Kolpingsfamilie ein Programm, das die Brücke von der Klassik zum Pop und mit dem „Steigerlied“ zu den Ursprüngen des Ruhrgebietes schlug. Entsprechend groß war die Begeisterung beim Publikum.

Ein Ereignis steht jetzt noch an: Wenn am 18. Juli auf der A40, dem „Ruhrschnellweg“, die Autos eine „Auszeit“ haben und stattdessen dort eine lange Tafel mit jeder Menge Kultur Zehntausende Besucher anziehen wird, dann ist die Kolpingsfamilie Wanne-Eickel Zentral auch dabei: Drei Tische an der Tafel sind schon reserviert. Präsentiert wird dann, so Hubert  Glasmacher, „Musik und Ruhrgebietskultur“ sowie , „das gehört doch zum Sonntag dazu“: Kaffee und Kuchen.

Schon vor dieser letzten Aktion steht für alle Beteiligten fest: „Der Einsatz hat sich mehr als gelohnt!“ Dieser Bilanz, die der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Wanne-Eickel Zentral, Olaf Herzog, und Hubert Glasmacher ziehen, dürften auch alle anderen Mitglieder von ganzem Herzen zustimmen.

 


22.05.2012
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