Zum Katholikentag in Dortmund
Die richtige Mischung
Der Dortmunder Katholikentag zeigte die ganze Bandbreite des katholischen Lebens in der größten Stadt des Bistums. Hunderte von Besuchern schlenderten über die „Kirchenmeile“ in der Innenstadt.
von Andreas Wiedenhaus
„Wir brauchen uns ja wirklich nicht zu verstecken!“ Solch ein Gedanke dürfte manchem Dortmunder Katholiken angesichts dieser Großveranstaltung durch den Kopf gegangen sein. Aber auch diejenigen, die mit katholischer Kirche nicht das meiste verbinden, dürften festgestellt haben, dass sie mehr zu bieten hat als „nur“ das altehrwürdige Gotteshaus in der Nähe der Fußgängerzone.
„Das Wir-Gefühl in unserem Dekanat soll gestärkt werden“, hatten Propst Andreas Coersmeier und Klaus Fisching als Sprecher der Laien erklärt. Ein Ziel, das erreicht worden ist. Gleichzeitig wurde ein Teil des Erfolgsrezeptes in Dortmund deutlich: Offenheit und Gesprächsbereitschaft, mit allen gesellschaftlichen Gruppen. Nicht umsonst gehörte der Dortmunder Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer zu den Gästen.
Solche Großveranstaltungen sind innerkirchlich nicht unumstritten: „Augenwischerei“ lautet so ein Vorwurf. Statt die Probleme zu benennen, würden sie übertüncht mit „katholischem Heititei“. In Dortmund wurde deutlich, dass der Blick auf die Probleme die vielen positiven Seiten nicht in den Schatten stellt.
Alles, was zu dieser Einsicht nötig ist, ist Selbstbewusstsein. Daran mangelt es der katholischen Kirche und ihren Vertretern in Dortmund gottlob nicht.






