Aktuelle Ausgabe
2012-20

„Missionar auf Zeit“: 70 Rückkehrer und Interessierte trafen sich in Warburg-Germete

Dieses Jahr besonders viele Bewerber

Groß war das Interesse an der bistumsweiten Informationsveranstaltung in Warburg-Germete zum Thema: „Missionar auf Zeit“.

Warburg/Erzbistum. Mit einer bistumsweiten Veranstaltung wurde das MaZ-Jahr 2011 („Missionar auf Zeit“) in Warburg-Germete eröffnet. „Wie war dein Einsatz in Afrika?“, „Was erwartest du von dem Freiwilligendienst in Brasilien?“, „Wie geht es als MaZler hier in Deutschland?“, solche und ähnliche Fragen bestimmten die Gespräche unter den jungen Leuten. Über 70 Teilnehmer aus dem gesamten Erzbistum nutzten die Möglichkeit des Austauschs und der Information

Die Rückkehrer berichteten von ihren Erfahrungen im vergangenen Jahr. Auch wenn manches nicht so einfach war, so möchte doch keiner diese Erfahrungen missen. „In einem sozialen Projekt der Kirche in Asien, Afrika oder Lateinamerika für ein Jahr zu arbeiten und das Leben der Menschen zu teilen, verändert den Blick auf die Welt“, lautete eine Bilanz. Die Maßstäbe für das, was im Leben wirklich wichtig ist, verschöben sich.

Mit viel Interesse und Neugierde kamen die Bewerberinnen und Bewerber für den Dienst als Missionarinnen und Missionare auf Zeit. Sie wollen über Ordensgemeinschaften oder andere kirchliche Organisationen im Sommer ausreisen und stehen am Anfang der Vorbereitungen. Nach Auskunft von Ulrich Klauke, dem Leiter des Referates Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat, ist die Nachfrage nach dem Dienst ungebrochen. In diesem Jahr ist die Bewerberzahl besonders hoch. Erfreulich sei, so Klauke, dass zunehmend junge Menschen diesen Dienst nach einer Berufsausbildung oder dem Studium aufnähmen: „Es ist ein besonderes Engagement, wenn junge Leute nicht sofort in den Beruf einsteigen, sondern ein Jahr ihres Lebens für soziale Projekte investieren. Zugleich ist es aber auch die Chance, Erfahrungen zu sammeln, die einzigartig sind und auch positive Auswirkungen auf die folgende berufliche Tätigkeiten haben.“

Weihbischof Matthias König nahm einen Tag lang an dem Treffen teil und war als aufmerksamer Zuhörer an den Erfahrungen der Rückkehrer interessiert. In der abendlichen Eucharistiefeier dankte er den jungen Leuten für ihr Engagement und ermutigte sie zu einem christlichen Dienst in der Welt und der Kirche: „Wir dürfen uns als von Gott Berufene verstehen. Berufen zum Menschsein, zum Christsein und damit zum Dienst an den Menschen.“ Besonders hob er die drei Missionare auf Zeit hervor, die aus Madagaskar und Bosnien-Herzegowina kommen und zurzeit ihren Dienst im Erzbistum Paderborn leisten. Sie seien ein Zeichen für die gewachsenen partnerschaftlichen Beziehungen in der weltweiten katholischen Kirche.

Das Erzbistum Paderborn unterstützt die Missionare auf Zeit und Interessierte. „Damit jeder einen angemessenen Einsatzplatz finden kann, braucht es Beratung und Unterstützung. Das Angebot der Freiwilligendienste ist so vielfältig und verwirrend, dass eine Orientierung hilfreich ist“, heißt es dazu. 


22.05.2012
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