Alfons Bürger wurde für 60-jährige Mitgliedschaft in der KAB geehrt
Ehrenamt als Lebenselixier
Dortmund. Seit 60 Jahren ist er Mitglied der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und hat in dieser Zeit die Geschicke des Verbandes an vorderster Stelle maßgeblich mitgestaltet. Nun wurde Alfons Bürger von der KAB St. Michael für seine unermüdliche ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet.
Aufgewachsen ist der Jubilar im Dortmunder Stadtteil Ellinghausen. Der Zweite Weltkrieg hat seine Jugend geprägt und letztlich auch sein weiteres Leben. Noch in den letzten Kriegstagen wurde er eingezogen und verbrachte rund zwei Jahre in russischer Gefangenschaft. „Hier wurde mir klar, dass ich mich nach meiner Rückkehr für den Frieden in der Gesellschaft einsetzen muss“, sagt Bürger rückblickend. Das tat er dann auch und engagierte sich beim Heimkehrerverband, in der Gewerkschaft, bei der freiwilligen Feuerwehr und schließlich ab 1951 in der KAB.
Verantwortung durfte er aber zunächst nicht übernehmen: „Das Sagen hatten die 40- bis 70-Jährigen!“ So konzentrierte er sich zunächst auf andere Dinge, machte eine Ausbildung, gründete eine Familie und etablierte sich beruflich als Außendienstmitarbeiter eines Feuerlöscher-Vertriebes. In der KAB war er schon damals erfolgreich als Werber neuer Mitglieder: „Damals gingen wir samstags mit Unterstützung des Pfarrers von Haustür zu Haustür und sprachen die Leute direkt an“, erinnert er sich.
Von 1966 bis 1968 und nochmals von 1972 bis 1980 übernahm er den Vorsitz der KAB St. Michael. Insgesamt 22 Jahre war er zudem Vertrauensmann und damit Ansprechpartner für die großen und kleinen Nöte der KAB-Mitglieder. Auch heute noch ist er mit 83 Jahren aktiv. So referiert er regelmäßig über die unterschiedlichsten Themen vor den Mitgliedern der Alten- und Rentnergemeinschaft innerhalb der KAB. Das halte ihn fit, sagt Bürger, der seit 2005 alleine lebt, nachdem seine Frau verstarb, mit der er 54 Jahre verheiratet war. Versorgt wird er aber regelmäßig von seinen beiden Söhnen und den Schwiegertöchtern, die ihm die mühseligen Arbeiten im Haushalt abnehmen.
Hat denn das Familienleben durch sein Engagement bei der KAB gelitten? „Nein“, sagt Bürger, „es hat unser Familienleben bereichert, denn den Glauben leben und feiern kann man nur in einer großen Gemeinschaft!“
Was hat der Jubilar den Menschen zu sagen? Alfons Bürger: „Es gibt zu viele U-Boot-Katholiken bei uns, die sich verstecken. Christen müssen aber erkennbar sein und das Leben mitgestalten, zum Beispiel in Vereinen und Verbänden!“







