Fachseminar für Altenpflege feiert 20-jähriges Bestehen, weist aber auf Missstände hin
„Ein Beruf mit Aussicht“
Gütersloh. Seit 20 Jahren besteht in Gütersloh das Fachseminar für Altenpflege, eine Einrichtung des Kolping-Bildungswerks Paderborn. Genauso lange wird es von Michael Buschsieweke geleitet. Buschsieweke und auch der Präsident des Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus, nutzten die Gelegenheit für eine Rückschau auf zwanzig Jahre Aus-, Fort- und Weiterbildung, wiesen aber auch auf Missstände hin.
Die Zahl der Auszubildenden wird immer noch kontingentiert, Gelder werden gekürzt, Vorschriften ständig verschärft und in der Gesellschaft fehlt es an einer Lobby. Westerfellhaus beklagte, dass die Frage, wie die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt werde, offenbar nur eine Frage der finanziellen Machbarkeit sei. „Was aber die Menschen benötigen, wird viel zu oft außen vorgelassen.“ Neben Westerfellhaus und Buschsieweke nutzten auch die Landtagsabgeordnete Ursula Doppmeier (CDU), die stellvertretende Landrätin Ulrike Boden (SPD) und die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Paskarbies (CDU) die Feierstunde für Grußworte und Glückwünsche. Alle Beteiligten sind sich darin einig, dass die Altenpflege ein „Beruf mit Aussicht“ ist und dass die Anstrengungen fortgesetzt werden müssen, die Ausbildungszahlen mindestens zu halten, besser noch auszubauen. Der Fachkräftemangel ist nicht nur in Ostwestfalen angekommen und Altenheime bemühen sich teilweise schon mit Prämien, um qualifiziertes Personal. Zurzeit werden 230 junge Menschen und Umschüler am Fachseminar für Altenpflege ausgebildet. Nach der Feierstunde öffnete die Schule um 13.00 ihre Türen. Die Auszubildenden hatten die Klassenräume ideenreich gestaltet.







