Aktuelle Ausgabe
2012-20

Pastoralverbundstag im Pastoralverbund Herne-Nord

Ein „Puzzleteil“ mit Kontur

Die Konzeptentwicklung für den Pastoralverbund Herne-Nord stand im Mittelpunkt eines Pastoralverbundstages. Foto: privat

Herne. „Zurzeit besteht das Erzbistum Paderborn noch aus 213 Puzzleteilen, demnächst werden es nur 100 sein.“ Pfarrer Norbert J. Walter zog beim Pastoralverbundstag im Pastoralverbund Herne-Nord einen anschaulichen Vergleich, um zu zeigen, worum es derzeit geht: „Wir sind ein Puzzleteil und müssen versuchen, diesem Teil klare Konturen und Farbe zu verleihen.“


Die geplante Umstrukturierung der Pastoralverbünde und das Schaffen größerer Einheiten vor dem Hintergrund knapper werdender Finanzmittel und abnehmender Zahlen an hauptamtlichen Mitarbeitern und Gläubigen: In der „Perspektive 2014“ hat Erzbischof Hans-Josef Becker dazu aufgefordert, die „Kirche neu aufzustellen“.
Um die Frage, was das ganz konkret für die Christen im Pastoralverbund Herne-Nord bedeutet, ging es bei diesem Pastoralverbundstag. Die Planungen sehen vor, dass sich etwa 2012 die Pastoralverbünde Herne-Nord und Herne-Ost zusammenschließen und etwa 2017 dann nur noch eine einzige Pfarrei in Alt-Herne im Sinne einer Verwaltungseinheit bestehen wird.
Pfarrer Walter betonte, dass dabei unterschieden werden müsse zwischen Verwaltungseinheit und Gemeinden. Alle Gemeinden, bei denen die drei Säulen „Gottesdienst, Katechese und Caritas“ noch funktionieren, sollten bestehen bleiben und würden nach heutiger Kenntnis nicht geschlossen.
Um ein Konzept für den Pastoralverbund zu erarbeiten, hat sich eine Steuerungsgruppe gebildet, dazu gehören: Gerd Ganteför vom Kirchenvorstand der Gemeinde St. Jospeh, Rüdiger Tauber, Heinz Otlips, Referent des Dekanats Emschertal, Pfarrer Norbert J. Walter, Pastoralverbundsleiter, Clemens Huerkamp, PGR-Vorsitzender der Gemeinde St. Pius und Mitglied im Diözesankomitee, Pastor Guido Hoernchen, Axel Cloer, PGR-Vorstandsmitglied in der Gemeinde St. Marien, Martina Pinkert, PGR-Vorstandsmitglied in der Gemeinde St. Pius, Rita Serafin, langjährige Caritasmitarbeiterin in St. Barbara und Lisa Brinkbäumer, PGR-Vorsitzende in der Gemeinde St. Marien.
Der von dieser Steuerungsgruppe vorbereitete Pastoralverbundstag sollte in erster Linie dazu beitragen, die Konzeptentwicklung im Herner Norden bekannt zu machen und die Gemeinden zur aktiven Mitarbeit aufzufordern. Unter dem Motto „Markt der Möglichkeiten“ wurden Kleingruppen gebildet, in denen jeweils die vier „Marktstände“ in verschiedenen Räumen besucht werden konnten. Diskutiert wurde dort über die Milieus der Sinus-Studie,  kirchliche Statistik und Demografie, die Frage „Was wünsche ich mir von Kirche?“ und Konzeptentwicklung. Am Ende des Tages bestand in einem kurzen Schlussplenum für alle Teilnehmer  noch einmal die Möglichkeit, in der großen Runde Fragen zu stellen und Kommentare abzugeben.


23.05.2012
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