Aktuelle Ausgabe
2012-20

Neuer Bundesfreiwilligendienst ist bei der Caritas in Dortmund ein Renner

Ein gutes Gefühl, gebraucht zu werden

Begrüßt wurden die ersten Freiwilligen von Brigitte Skorupka vom Vorstand (2. v. li.) und Abteilungsleiterin Christel Olk (re.).

Dortmund. Beim Caritasverband Dortmund stapeln sich die Bewerbungsunterlagen. Männer, Frauen, Jugendliche, Rentner – alle bringen eine große Bereitschaft mit, sich sozial zu engagieren. 

So haben die ersten fünf „Bundesfreiwilligen“ am 1. Juli bei der Caritas ihren Dienst aufgenommen. Zum 1. September werden es dann 40 und zum Jahresende 60 Freiwillige sein, die in sozialen Arbeitsfeldern tätig werden, in denen bislang Zivildienstleistende gearbeitet haben.

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) wurde von der Bundesregierung als Nachfolger für den Zivildienst eingeführt, den es seit der Abschaffung der Wehrpflicht nicht mehr gibt. Seit dem 1. Juli fehlen deshalb auch neue Zivildienstleistende. 100 Zivis arbeiteten früher bei der Caritas in Dortmund. Der Bundesfreiwilligendienst soll es ermöglichen, dass diese ehemaligen Zivildienststellen wieder besetzt werden.

„An Freiwilligen, die sich sozial engagieren möchten, mangelt es nicht. Das Interesse ist groß“, freut sich Abteilungsleiterin Christel Olk. Auf ihren Schreibtisch landen täglich zahlreiche Bewerbungen, außerdem klingelt ständig ihr Telefon. „In einer Woche hatte ich allein 150 ernsthaft interessierte Anrufer“, berichtet Christel Olk. Die meisten Bewerber sind junge Leute ab 16 Jahren, die nach der Schulzeit ein praktisches Jahr absolvieren wollen, um Erfahrungen in sozialen und pflegerischen Berufen zu sammeln. Doch auch ältere Menschen zeigen Interesse – denn nach oben gibt es keine Altersgrenze.

Bei den Arbeitszeiten wird beim Bundesfreiwilligendienst auf die Bedürfnisse der verschiedenen Altersgruppen Rücksicht genommen. Da Jugendliche oft noch keine familiären Verpflichtungen haben, müssen sie den BFD mit 40 Stunden pro Woche als Vollzeitbeschäftigung absolvieren, während Freiwillige über 27 Jahre sich ab 20 Stunden aufwärts pro Woche engagieren können.

Bei der Caritas Dortmund werden sie mit Betreuungsaufgaben in sozialen oder pädagogischen Einrichtungen betraut oder in Begleit- und Fahrdiensten eingesetzt. Je nach ihren Fähigkeiten kommt auch ein handwerklich-technischer Bereich oder die Verwaltung infrage. Christel Olk freut sich über das große Interesse am neuen Freiwilligendienst und ist sicher: „Davon profitieren nicht nur die Hilfsbedürftigen, sondern  auch die Freiwilligen, denn für sie ist es ein gutes Gefühl, gebraucht zu werden.“


23.05.2012
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