Aktuelle Ausgabe
2012-20

Neues Palliativangebot in Hamm vorgestellt

Ein letztes Geschenk

Ermöglichen ein würdevolles Sterben: Die Teamleiterin der Palliativpflege, Maria Müller (2. v. r.) mit den Pflegefachkräften Annette Kleinhans, Silke Pietsch und Anna Bogusch (v. l.).

Hamm (ber). Es ist das „letzte Geschenk“, das einem Menschen gemacht werden kann: in Würde und möglichst ohne Schmerzen zu Hause sterben zu können. In Hamm haben die Ambulanten Caritas-Pflegedienste nun ihr bereits bestehendes Angebot erweitert.

Seit mehr als 30 Jahren gehört die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen zu den Aufgaben der pflegenden Mitarbeiter der Caritas-Sozialstationen. Zuletzt wurden in 2008 gut 40 schwerstkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase gepflegt und begleitet. Das stationäre „Hospiz Am Roten Läppchen“ wurde für viele Menschen zum letzten Lebens­ort, an dem sie wohl behütet und begleitet sterben konnten, sagt Reinhild Kesting, Leiterin der Sozialstationen. Doch gebe es viele Kranke, die zu Hause, umgeben von geliebten Menschen, und ihrem „eigenen Bett“ aus dieser Welt scheiden wollten, weiß Kesting aus Erfahrung. Dem Wunsch dieser Menschen möchte die Ambulante Caritas-Pflegedienste Hamm entsprechen. Deshalb bieten sie ab sofort eine fachlich qualifizierte Pflege an, die ein Verbleiben im eigenen Haus und ein „bis zuletzt Leben“ ermöglichen sollen.
Dieses neue Angebot stellte Reinhild Kesting den Kooperationspartnern der Pflegedienste auf einem gemeinsamen Treffen vor. Zu ihnen gehören ausgebildete Palliativmediziner, Hausärzte und Seelsorger. Durch die intensive Vernetzung mit ihnen soll für die Patienten und Angehörigen eine möglichst hohe Lebensqualität erhalten bleiben. Oberste Priorität habe dazu neben der individuellen Pflege auch eine gezielte Schmerztherapie. Dazu wurden insgesamt neun Pflegefachkräfte in einer speziellen Zusatzausbildung fachlich qualifiziert.
Die Kooperationspartner, unter ihnen Palliativmedizinerin Michaele Veit-Diebold,  Pfarrer Bernd Mönkebüscher und Silvie Blätgen, Leiterin der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hospizdienstes, zeigten sich sehr interessiert an einer noch engeren Zusammenarbeit mit dem „Palliativ-Care-Team“ der Caritas.


23.05.2012
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