Aktuelle Ausgabe
2012-20

Frauengemeinschaft und Pfarrcaritas spenden 4 000 Euro zur Finanzierung

Ein neues Fenster für St. Clemens

Spendenübergabe: Gisela Müller, kfd, Elisabeth Eiden, Vorsitzende der Pfarrcaritas, Pfarrer Manfred Wacker, Ursula Ufer, Caritas, und Annegret Martin, kfd (v. li.). Foto: Petri

Dortmund. Zwölf Fenster sind schon fertig – im Kirchenfensterzyklus der St.-Clemens-Kirche in Dortmund-Hombruch. Alle geschaffen aus der Hand des Künstlers Egon Stratmann. „Uns ist es ein besonderes Anliegen, dass Herr Stratmann auch das letzte Fenster getaltet, das im Zyklus bisher noch fehlt“, sagt Manfred Wacker, Pfarrer von St. Clemens. Doch bisher fehlte das Geld. 

von Anna Petri 

1991 wurde der Hattinger Künstler Egon Stratmann mit der Neugestaltung der Fenster beauftragt. Die Fenster zeigen unter anderem große Persönlichkeiten der Kirche (wir berichteten). 20 Jahre später soll nun auch das letzte Fenster neugestaltet werden. Möglich gemacht hat dies vor allem eine Spende der Frauengemeinschaft und der Pfarrcaritas der Gemeinde St. Clemens. Jetzt überreichten die Frauen in der St.-Clemens-Kirche einen Scheck über 4000 Euro an Pfarrer Wacker.

Die Summe wurde durch das „Café Clemens“ erwirtschaftet, das seit 2007 besteht. Pfarrcaritas und Frauengemeinschaft führen das Café gemeinsam. „Alle Kuchen, die hier angeboten werden, sind von den Mitarbeiterinnen selbst gebacken“, sagt Gisela Müller von der kfd. „Man kann sich ausrechnen, wie viel Kaffee und Kuchen verzehrt werden mussten, bis die 4000 Euro zusammen waren.“ 

Pfarrer Wacker bedankte sich für die Spende und lobte die Arbeit des „Café Clemens“. Für die Gemeinde sei es von großer Bedeutung, dass der Kirchenfensterzyklus nun vollständig würde. Die Gemeinde sei stolz auf diesen Bilderschatz, der in der Fachwelt großen Ruf genießen würde. Auch in dem 2010 erschienenen Buch „Mit Sonne gemalt“ über die Kunst der Glasmalerei in Dortmund sind sechs Fenster aus der Clemenskirche abgebildet und beschrieben. Grund dafür sei besonders die hohe künstlerische Qualität und die Vielseitigkeit der Themen.

Das Thema für das letzte Fenster stehe fest, sagt Pfarrer Wacker.  Egon Stratmann habe sich dafür das Pontifikat Papst Johannes Paul II. überlegt. Der Papst habe weit über die Grenzen Roms gewirkt und versucht, die Christen in aller Welt zu stärken. Dies wolle Stratmann zum Ausdruck bringen. Als Bezug zur Gemeinde werden im Fenster auch der Gründerpfarrer der Gemeinde, Pfarrer Vogt, sowie Pfarrer Meiwes dargestellt, der im Zweiten Weltkrieg bei der Bombardierung der Kirche ums Leben kam. 


23.05.2012
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