Ugandakreis der Kolpingsfamilie Garbeck will Unterstützung weiter ausbauen.
Eine Brücke nach Afrika
Garbeck. Besuch aus Afrika hatte der Ugandakreis der Kolpingsfamilie Garbeck: Msgr. Dr. Cosmas Alule nahm an einem Treffen der Initiative teil, um sich persönlich für die Unterstützung zu bedanken, die er für seine Arbeit zunächst in Arua und jetzt auch im Priesterseminar Alokulum in Gulu erhalten hat und weiter erhalten wird.
Geleistet hat der Kreis – unterstützt von vielen Spendern – eine ganze Menge an Unterstützung: „Verschiedene Spendenaufrufe in den vergangenen Monaten, Maschinen und Werkzeuge abzugeben, hatten guten Erfolg“, heißt es vonseiten des Ugandakreises: „Schlosser, Schreiner und Schuhmacher in unserer ugandischen Partner-Kolpingsfamilie können sich freuen.“ An Mitglieder der Kolpingsfamilien sollen die Maschinen im Leasing-Verfahren abgegeben werden. Von dem Geld, das sie für erbrachte Dienstleistungen erhalten, sollen sie eine Miete an die Kolpingsfamilie in Uganda bezahlen. Der Container wird voraussichtlich in den nächsten Tagen beladen und dann auf den Weg nach Uganda gebracht. Gespendet wurden außerdem etwa 70 Türen, die in einen Ergänzungsbau des Priesterseminars eingebaut werden sollen.
In der Sitzung des Arbeitskreises wurde gemeinsam geklärt, für welche Einrichtungen die Hilfsgüter bestimmt sein sollen, die in den vergangenen Monaten gespendet bzw. beschafft wurden. Die wichigste Maschine ist der von den RWE gespendete Generator für die Bäckerei in Arua. Weiter sollen landwirtschaftliche Geräte und eine Bäckereiausstattung für das Priesterseminar Alokulum bei Gulu verladen werden. Kurzfristig wird noch eine Sämaschine gesucht.
Alule erläuterte, warum er Hilfe für das von ihm geleitete Priesterseminar benötige. In Nord-Uganda seien die Verhandlungen zwischen den Aufständischen und der Regierung noch nicht abgeschlossen, die den seit über 20 Jahren geführten Bürgerkrieg beenden sollen. Allerdings gebe es seit nunmehr zwei Jahren keine Gefechte mehr. Ein Teil der Flüchtlinge, die sich im Lager im Umkreis des Priesterseminars Alokulum aufgehalten hätten, seien in ihre Heimat zurückgegekehrt. Es hielten sich aber immer noch zahlreiche Flüchtlinge dort auf.
Für ihn als Leiter, für die Dozenten, aber auch für die Priesteramtskandidaten sei es eine schwierige Entscheidung gewesen, dort zu arbeiten bzw. zu studieren. In der Bischofskonferenz sei diskutiert worden, ob das Seminar Alokulum aufgeben und in ein sicheres Gebiet in Uganda verlegt werden solle. Die Beibehaltung des Standortes bei Gulu sei jedoch getroffen worden, um den Menschen gegenüber ein Zeichen zu setzen. Die Kirche wolle bei den Menschen bleiben, die mehr als zwanzig Jahre unter dem Bürgerkrieg gelitten hätten. Priester sollten dort arbeiten, wo Menschen leiden. Im Verlauf des Bürgerkriegs sei das Seminar zweimal evakuiert worden. Flüchtlinge hätten in der Zeit die Gebäude als Unterkünfte genutzt. Die Bibliothek sei abgebrannt. Deshalb gäbe es jetzt erheblichen Renovierungsbedarf. Dabei werde er von den kirchlichen Hilfswerken in Deutschland unterstützt. Seine größte Sorge sei die Finanzierung der laufenden Kosten für die inzwischen 171 Studenten. Durch die Einrichtung einer eigenen Bäckerei und eine Intensivierung der Landwirtschaft auf dem zum Seminar gehörenden Gelände solle die Selbstversorgung gestärkt werden.
Dabei betonte Alule, dass es bei einer Partnerschaft nicht nur um materielle Hilfe gehe. Genauso wichtig sei es, dass sich die Menschen begegnen könnten. Die Kolpingmitglieder in Arua und Vurra, aber auch die Menschen in seinem jetzigen Arbeitsbereich würden sich auf Besucher freuen. Ende des Monats wird der Priester nach Uganda zurückfliegen.







