Die christlichen Kirchen auf dem Nordrhein-Westfalen-Tag in Hamm
Eine Oase der Stille mitten im Trubel
Hamm. Ein turbulentes Wochenende mit abwechselungsreicher Unterhaltung, Informationen aus vielen Bereichen und zahlreichen Aktionen boten die Teilnehmer am NRW-Tag in Hamm ihren Gästen. Für körperliche und ganz besonders geistige Erholung sorgten dabei die christlichen Kirchen der Stadt. „Christen in Hamm – gemeinsam unterwegs“ unter dieses Motto hatte die „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ (ACK Hamm) ihre Angebote zum Landesgeburtstag gestellt.
von Elisabeth Plamper
„Ich bin dankbar dafür, dass die christlichen Kirchen in diesem großen Trubel des Nordrhein-Westfalen-Tages ein besonderes Angebot der Stille machen“, betonte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. Und so mancher der über 700000 Besucher aus nah und fern fand den Weg in die „Sinne.Kirche“, ein Angebot der katholischen Gemeinde St. Agnes in ihrer Kirche am Nordwall. Eine wohltuende Ruhe umfing die Besucher dort, wenn das schwere Portal nach dem Eintreten hinter ihnen sanft wieder ins Schloss fiel.
Die floristische Gestaltung zu den Strophen des „Sonnengesang“ vom heiligen Franziskus in acht Bildern (Bruder Sonne, Schwester Mond, Schwester Quelle, Bruder Tod) lud zum Innehalten ein und bot Gelegenheit zur ganz persönlichen Meditation oder einem Gebet. Wer nach weiteren spirituellen Impulsen suchte, kam zur vollen Stunde. Dann lasen Prominente und Gemeindemitglieder einen Abschnitt aus der Bibel. Das Stadtoberhaupt Hunsteger-Petermann las beispielsweise am Sonntag nach der heiligen Messe aus der Schöpfungsgeschichte. Kirchemusikalisch begleiteten Chöre, Solisten, Organisten und Orchestergruppen aus Hamm und NRW unter anderem mit Werken von Gunsenheimer, Telemann und Händel die Lesungen.
Parallel dazu präsentierten sich zum Thema „Kirche mit Rat und Tat“ die Dienste von Caritas und Diakonie auf der Franziskanerstraße mit Mitmach-Aktionen und Informationen über ihre Arbeit in den Bereichen soziale Beratung, erzieherische Hilfen, Jugendberufshilfen, Begleitung psychisch Kranker, Suchthilfen und Wohnungsnotfallhilfen. Die Kolpingsfamilie lud ins „Weltcafé“ auf dem Kirchplatz der St.-Agnes-Kirche ein und bot frische Waffeln zu mexikanischem Hochlandkaffee aus fairen Handel an.
Ganz im Zeichen der Ökumene war am Samstag der Eröffnungsgottesdienst in der Paulus-Kirche gefeiert worden. Dechant Wilhelm Lohle und Superintendent Rüdiger Schuch hielten die Predigt in der Form eines Dialoges. Pfarrer Michael Bethge und Pfarrer Ralf Dunker übernahmen die Liturgie. Mitgestaltet wurde der Gottesdienst unter anderem von Dekanatskirchenmusiker Johannes Krutmann an der Orgel und den Blechbläsern aus dem Kirchenkreis Hamm.
„Es war ein ständiges Kommen und Gehen“, zog Bernd Mönkebüscher, Pfarrverbundsleiter in Hamm-Mitte, Bilanz: „Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden.“ Mit dem ökumenischen Abendgebet zum spirituellen Abschluss des NRW-Tages am Sonntag in der St.-Agnes-Kirche fanden die gemeinsamen Aktivitäten mit der evangelischen Kirchengemeinde einen „besinnlichen Ausklang“. Im Mittelpunkt habe noch einmal der „Sonnengesang“ des heiligenFranziskus gestanden.







