Das Museum Schloss Brake hat Besuch aus Hildesheim
Erlesene Kunstgäste
Lemgo. Sie sind zwar „nur“ Gäste, dafür aber ganz Besondere: Einige Renaissancekunstwerke des Dom-Museums Hildesheim werden in den nächsten vier Jahren die Dauerausstellung des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake in Lemgo bereichern.
Zu den erlesenen Kunstwerken gehören auch Grabplatten, Reliefs vom Lettner des Hildesheimer Domes und das monumentale Epitaph des Domherrn Ernst von Wrisberg. Die Leihgaben sind in Lemgo für die Zeit der Generalsanierung des Domes und der Erweiterung des Dom-Museums zu sehen. Und sorgen damit für eine kleine Sensation, denn die Gemäldetafeln und Pilastereinfassungen des Wrisberg-Epitaphs werden nach der kriegsbedingten Auslagerung aus dem Hildesheimer Dom 1943 in der Braker Schlosskapelle zum ersten Mal wieder im Zusammenhang gezeigt. Als „gemalter Katechismus“ veranschaulicht die zentrale Tafel die katholische Sakramentenlehre. Die Seitentafeln zeigen Geburt und Auferstehung Christi.
Der Maler des Epitaphs war der Hildesheimer Johannes Hopffe (gestorben: 1615), der auch für Graf Simon VI. zur Lippe arbeitete und für dessen Residenz Schloss Brake um 1591 einen 13-teiligen Bilderzyklus zur Geschichte Abra-hams schuf.
Die Eröffnung der Ausstellung mit den Gastkunstwerken ist an diesem Sonntag, 21. Februar, um 11.30 Uhr. Danach ist das Museum dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, an Feiertagen auch montags geöffnet. Der Eintritt für die Dauerausstellung inklusive Kabinettausstellungen beträgt 3 Euro pro Person, die Sonderausstellungen kosten 4 Euro pro Person. Für Gruppen ab zwölf Personen, Familien, Schulklassen, Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren, Studenten, Arbeitslose und Schwerbehinderte gibt es Ermäßigungen.
Weitere Informationen im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake, Schlossstraße 18, 32657 Lemgo, Tel. 0 52 61/94 50-0, E-Mail: Weserrenaissance-Museum@t-online.de oder im Internet: www.wrm.lemgo.de







