Aktuelle Ausgabe
2012-20

Das Projekt „Generationen Hand in Hand“ ist eine Erfolgsgeschichte

Es ist eine tolle Aufgabe

Die jährliche Fortbildung der Paten bei „Generationen Hand in Hand“ mit den Organisatoren Heike Schäfer (re.) und Ute Biecker (li.) fand jetzt im Josef-Gockeln-Haus in Rahrbach statt.

Attendorn/Rahrbach. Das Projekt „Generationen Hand in Hand“ (vormals Oma-Hilfsdienst) ist seit Jahren eine Erfolgsgeschichte. Auf der einen Seite sind die Paten, die ein wenig Zeit haben und diese einbringen. Auf der anderen Seite Kinder und Jugendliche aus Familien, die sich in besonderen Lebenssituationen befinden und daher jemanden für sich brauchen, der ihnen hilft und zur Seite steht. 

Über 20 Frauen und Männer bringen sich zurzeit ehrenamtlich in diesem Projekt, das von der sozialpädagogischen Familienhilfe des Caritasverbandes Olpe bei Aufwind in Attendorn in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk des evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg angeboten wird, ein. Neben einem regelmäßigen Austausch der Paten wird auch die fachliche Beratung und die jährliche Fortbildung großgeschrieben.

Daher trafen sich 20 Männer und Frauen, die als Paten die Kinder und Jugendlichen betreuen, zur Fortbildung im Josef-Gockeln-Haus in Rahrbach. Unter dem Motto: „Wie viel Nähe lasse ich zu. Nähe und Distanz“ ging Walter Wolf, Leiter der Einrichtung, auf das Thema ein. Gerhard und Hanne Grothmann aus Kirchhundem mussten sich aktuell mit der Situation des „Loslassen“ befassen. Sie sind Paten der ersten Stunde und nach 17 Jahren an der Seite einer Jugendlichen, heißt es jetzt Abschied nehmen.

„Es geht schleichend. Man trifft sich nicht mehr einmal in der Woche, sondern nur noch hin und wieder“, berichtet Gerhard Grothmann. „Wir waren auch noch Pate bei einem Jungen. Der ist jetzt 15 Jahre und fit fürs Leben.“ Wie das Ehepaar Grothmann brachten auch die anderen Paten ihre Erfahrungen in die Runde ein. Gegenseitige Strategien mit dieser Situation umzugehen, wurden erörtert und gegeben.

„Allerdings gibt es nie ein Pauschalrezept“, weiß Ute Biecker von Aufwind Attendorn, „doch es hilft immer mit anderen, die in einer ähnlichen Situation sind, sich auszutauschen.“ Neue Paten werden immer gesucht. „Wir haben mehr Nachfragen als Paten“, bedauert Heike Schäfer vom Diakonischen Werk. Daher sind dringend neue Männer und Frauen gesucht, die hier ehrenamtlich helfen wollen und können. „Eine zeitliche Befristung als Pate ist natürlich möglich, genauso wie wir auch junge Menschen suchen, die gerne als Paten fungieren möchten“, so die beiden Organisatorinnen des Projektes. „Es ist nicht nur für die Kinder und Familie gut“, so Gerhard Grothmann, „es ist auch für einen selber eine tolle Aufgabe.“ 

Weitere Informationen bei: Heike Schäfer, Diakonisches Werk des evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, Außenstelle Attendorn, Klosterplatz 5, 57439 Attendorn, Tel.: 02722/3809; 

Ute Biecker, Aufwind Attendorn, Kath. Jugend- und Familiendienst, Hansastr. 8, 57439 Attendorn, Tel.: 02722/6565-814.


23.05.2012
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