Dorfkirche im kroatischen Brekinska erstrahlt nach Hilfsaktion in neuem Glanz
„Es ist was daraus geworden!“
Dortmund-Sölde. „Wenn man sieht, was daraus geworden ist, dann weiß man, dass sich der Aufwand damals mehr als gelohnt hat“, sagt Manfred Löser und zeigt auf die Bilder von der Dorfkirche im kroatischen Brekinska. Ein schmuckes kleines Gotteshaus – außen wie innen. Der Sölder hat gemeinsam mit seiner Ehefrau Gisela und der Unterstützung zahlreicher DOM-Leser dafür gesorgt, dass die Katholiken in dem kroatischen Dorf wieder einen angemessenen Ort für die heilige Messe und zum Beten haben.
von Andreas Wiedenhaus
Im Dezember 2005 war der Aufruf im DOM veröffentlicht worden. Gesucht wurde alles, was zur Ausstattung einer Kirche nötig ist – vom Messgewand bis zur Heiligenstatue. Auf die Idee war das Ehepaar gekommen, weil Gisela Lösers Schwester Angela mit ihrem aus Kroatien stammenden Mann im Dorf Brekinska rund 120 Kilometer entfernt von Zagreb lebt. Unweit des Dorfes war während des Jugoslawienkriegs die Front verlaufen. Mit den entsprechenden Folgen für Bewohner und Gebäude. Auch die Kirche war in Mitleidenschaft gezogen worden.
Davon ist heute aber nichts mehr zu sehen. „Dazu haben viele Menschen in Dortmund und darüber hinaus beigetragen“, erzählen die Lösers. Die Erinnerung an die zahlreichen Angebote lässt sie noch heute strahlen. Ein Pfarrer aus Geseke meldete sich und bot Ausstattungsgegenstände an. Aus dem Dortmunder Vincenzheim kamen Messgewänder und Messdienerkleidung sowie eine Monstranz und zwei Kelche. Leni Löcker aus Benolpe im Sauerland vermittelte eine Statue der Gottesmutter, die lange in der Pfarrkirche ihres Heimatortes gestanden hatte. Maria Pähler aus Verl bot Vasen sowie Blumen- und Kerzenständer an. Irmgard Schalück steuerte Teile aus dem Nachlass eines Priesters bei. Und nicht zuletzt Ernst Hansmeier meldete sich. Er hatte aus langjährigen Kontakten mit Kroatien viele Erfahrungen, die er zu der Aktion beisteuern konnte. Auch Ivan Vojnovic vom Bernhard-März-Haus bot Hilfe an. Manfred Löser: „Alles entwickelte sich wunderbar und passte perfekt zusammen!“ Nach kurzer Zeit standen die Lösers vor „willkommenen Problemen“: Alles musste gelagert, verpackt und schließlich auf die Reise geschickt werden. Aufgaben, die nicht immer einfach zu bewältigen waren. Letztlich ließ sich aber alles regeln – auch mit der Unterstützung von Angela und Vinko Opic vor Ort. „Ohne direkte Kontaktpersonen mit den entsprechenden Beziehungen wäre es weit schwieriger gewesen“, sind sich die Lösers sicher.
Alles hat mittlerweile seinen Platz gefunden und die Kirche hat einen neuen Anstrich bekommen. Gisela Löser: „Die Freude bei den Menschen dort ist immer noch groß.“ „Und die Dankbarkeit“, setzt Manfred Löser hinzu,„gegenüber allen, die damals die Aktion unterstützt und durch ihre Spenden erst möglich gemacht haben.“







