Aktuelle Ausgabe
2012-20

Stadtverband der kfd besuchte das Buddhistische Zentrum

Fast in einer anderen Welt

Rund 50 Frauen hörten den Vortrag von Regionallehrer Peter Hollmayer aus dem Buddhistischen Zentrum Unna. Foto: Piela

Dortmund. Zu einem Besuch des Buddhistischen Zentrums in der Dresdner Straße 49b hatte der Stadtverband der katholischen Frauengemeinschaft (kfd) eingeladen. Rund 50 Damen nahmen die Einladung an und ließen sich von Regionalleiter Peter Hollmayer vom Buddhistischen Zentrum in Unna in die Geschichte der buddhistischen Lehre einweihen.

von Ingrid Piela

Erst einmal hieß es vor Betreten des Zentrums, die Schuhe auszuziehen. Dann suchten sich die Damen ein bequemes Plätzchen, zumindest soweit es möglich war. Der Duft tibetischer Räucherstäbchen entführte fast in eine andere Welt. Es summte wie in einem Bienenschwarm, als die Frauen versuchten, schnell noch einen Stuhl zu ergattern. Etliche saßen wohl zum ersten Mal auf einem Meditationshocker oder -kissen und hatten durchaus ihre Mühe damit. Andere probten sogar den Lotussitz. Auf einen solchen Ansturm des Interesses war man im Buddhistischen Zenrum offensichtlich nicht vorbereitet gewesen. Aber mit etwas Zusammenrücken wurde es richtig gemütlich und so lauschten bald alle dem Vortrag des Heilpraktikers.
Wer ist Buddha und was lehrt er? Was bedeutet Karma und was Meditation? Befreiung und Erleuchtung waren weitere Begriffe, die der Referent näherzubringen versuchte. Buddhas Lebensgeschichte beginnt vor zweieinhalb Tausend Jahren in Nordindien. Als Sohn aus einem Königreich wuchs er mit viel Geld und einer hervorragenden Ausbildung auf. Ein Mirakel bei seiner Geburt prophezeite ihm, dass er seine Aufgabe nicht erfüllen könne, wenn er zu viel menschliches Leid erlebe. Fortan wurde alles unternommen, um Buddha von Alter, Krankheit und Tod fernzuhalten. Doch mit 27 Jahren verließ er heimlich nachts den Palast und machte seine Erfahrungen mit leidvollem Alter und Krankheit und sah tote Menschen. Gibt es etwas, auf das man bauen kann, das von Dauer ist, habe sich Buddha gefragt, so Hollmayer. Buddha habe vieles ausprobiert – Askese, Fasten – und wäre daran beinahe gestorben, bis er dann mit 35 Jahren Erleuchtung erreichte.
Dies war nicht der erste Besuch der Frauen bei einer anderen Religionsgemeinschaft. Im Rahmen der kfd-Aktion „Fremdes achten, Frieden suchen“ informierten sich die kfd-Mitglieder in der Synagoge in Dortmund und einem Hindu-Tempel in Hamm-Uentrop. Marita Braun, erste Vorsitzende des kfd-Stadtverbandes Dortmund mit rund 6000 Mitgliedern in vier Bezirken: „Wir wollen den Frauen der kfd die unterschiedlichen Facetten der Religionen näherbringen.“


23.05.2012
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