Aktuelle Ausgabe
2012-20

Festveranstaltung des SkF Dortmund zum 111-jährigen Bestehen

Frauenverband für die Zukunft

Sehen den SkF auf einem guten Weg: Hildegard Drywa, Geschäftsführung, Dr. Mechthild Geller vom Vorstand und Astrid Lübberstedt, Geschäftsführung, (v. l.) vor dem Banner am Katholischen Centrum, das auf das 111-jährige Bestehen hinweist.

Dortmund (-haus). „Wozu noch Frauenverbände?“ – Mit dieser Frage wird sich der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Dortmund aus Anlass seiner Gründung vor genau 111 Jahren befassen: Eine Podiumsdiskussion zur Zukunft der Frauenverbände steht im Mittelpunkt des Festaktes am Freitag, 1. Juli, um 11.15 Uhr im Katholischen Centrum am Propsteihof. Beginnen wird die Jubiläumsfeier mit einem Festgottesdienst um 10.00 Uhr in der Propsteikirche, den der Propst und Stadtdechant Andreas Coersmeier zelebrieren wird.

Die „Fürsorge für die Verstoßenen des weiblichen Geschlechts“ hatte Agnes Neuhaus im Blick, als sie zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts in Dortmund den „Verein zum guten Hirten“ gründete – gerade die bedrückende Situation der Mütter von „unehelichen“ Kindern sowie geschlechtskranken Frauen und Prostituierten sollte verbessert werden. Heute engagiert sich der SkF deutschlandweit in 186 Ortsverbänden mit rund 5000 beruflichen und etwa 3000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

„Dabei weiß sich der Dortmunder Ortsverein als Gründungsverband dem Erbe von Agnes Neuhaus in besonderer Weise verpflichtet“, erklärt SkF-Geschäftsführerin Hildegard Drywa: „Auch wenn sich die gesellschaftlichen Verhältnisse seit der Gründung stark gewandelt haben, bleiben diejenigen im Fokus unseres Tuns, die Rat und Hilfe suchen – insbesondere Frauen, Kinder und Jugendliche.“

Aus dieser Motivation heraus habe sich der SkF in Dortmund als Frauenfachverband eine anerkannte Position in der Kinder- und Jugendhilfe, in der sozialpädagogischen Familienarbeit, der gesetzlichen Betreuung und der Prostituiertenhilfe erworben, zieht die Geschäftsführerin eine positive Bilanz. Damit dies so bleibt, ist es für Dr. Mechthild Geller vom ehrenamtlichen Vorstand des SkF Dortmund folgerichtig, dass der Ortsverband zum Jahrestag die Frage nach der Zukunft ins Auge fasst: „Angesichts eines sich immer schneller vollziehenden Wandels der Gesellschaft ist es unerlässlich, die eigene Position permanent zu hinterfragen und die Angebote den aktuellen Gegebenheiten anzupassen.“

Während der Podiumsdiskussion am 1. Juli werden dies neben Ulla Dietz vom Bundesvorstand des SkF auch Diözesancaritasdirektor Josef Lüttig und Dr. Brigitte Klein vom Dortmunder Zonta-Club diskutieren. Den Impulsvortrag hält Dr. Anke Klaus, die Vorsitzende des SkF Würzburg. Er trägt den Titel „Die Idee eines katholischen sozialen Frauenverbandes – was aus ihr geworden ist und aus ihr noch werden kann.“

 


23.05.2012
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