Caritas-Projekt im Märkischen Kreis: Fotokurs für weibliche Flüchtlinge
Freude und Trauer
Iserlohn/Hemer/Menden/Balve. Krieg, Gewalt oder politische Verfolgung machen viele Menschen zu Flüchtlingen. Gerade Frauen und Kinder leiden häufig unter den teilweise traumatischen Erfahrungen, die sie während ihrer oft dramatischen Flucht gemacht haben.
Unter diesen Gesichtspunkten bietet der Caritasverband Frauen die Gelegenheit, ihre Flüchtlingsgeschichte in dem kostenlosen Kursus „Selbst- und Fremdwahrnehmung durch Fotografie“ kreativ aufzuarbeiten.
„Es geht nicht nur darum, die eigene Kreativität zu entdecken, sondern auch Ängste zu überwinden und das eigene Selbstwertgefühl zu stärken“, sagt Caritas-Mitarbeiter Robert Marx. In drei Modulen sollen diese Ziele unter Anleitung einer Profi-Fotografin erreicht werden: Zunächst wird den Frauen in einem theoretischen Teil Basiswissen zur analogen und digitalen Fotografie vermittelt. Dabei lernen Sie auch verschiedene Bildbearbeitungstechniken am PC kennen.
Im zweiten und dritten Teil geht es dann um die Auswahl und Inszenierung von Motiven – stets vor dem Hintergrund der eigenen Flüchtlingsgeschichte, wie Francesco Ferrara, Projektleiter im Migrationsdienst, erläutert: „Durch das Fotografieren persönlicher Impressionen ihres Stadtteils und des sozialen Umfelds verleihen die Frauen ihren Gefühlen Ausdruck, bevor sie in einem nächsten Schritt selbst im Fokus der Kamera stehen und sich somit intensiv mit ihrer Selbstwahrnehmung auseinandersetzen.“ Besonders Emotionen wie Trauer und Schmerz, aber auch Freude, sollen in den gegenseitig gemachten Porträts zum Ausdruck kommen. Ende des Jahres ist eine Ausstellung ausgewählter Arbeiten geplant.
Das in der Region einzigartige Projekt wird vom Europäischen Flüchtlingsfond (EFF) gefördert.
Weitere Informationen gibt es bei Robert Marx vom Caritasverband Iserlohn, Telefon
0 23 71 / 81 86 27, E-Mail:
r.marx[at]caritas-iserlohn.de







