Neues Buch zeigt alle Kirchen, Kapellen, Wegekreuze und Bildstöcke im Pastoralverbund Lippetal
Glaubenszeichen am Wegesrand
Lippetal. Wie viele Arbeitsstunden in diesem Buch stecken, das möchte Co-Autor Felix Bierhaus nach eigenen Angaben lieber gar nicht erst wissen. Religiöse Heimatkunde sei halt sein Hobby, sagt der 93-Jährige – da zählten weder Stunden noch Tage. Umso stolzer macht den Hovestädter jedoch das Ergebnis seiner Mühen, das er nach monatelangen Recherchen nun endlich schwarz auf weiß in seinen Händen halten kann. Unter dem Titel: „Glaubenszeichen am Wegesrand“ haben Franziskanerbruder Markus Huneke als Autor sowie die Co-Autoren Felix Bierhaus (Hovestadt), Willi Arns (Niederbauer), Herbert Luig (Oestinghausen) und Egbert Sauermann aus Hultrop eine 140-seitige Schrift im DIN-A4-Format erstellt, die die Heimatliteratur in und um Lippetal von nun an bereichern soll.
von Stefan Niggenaber
Darin sind alle Kirchen, Kapellen, Bildstöcke, Wege- und Hofkreuze – zusammen etwa 100 Objekte, davon 90 Kreuze – im Pastoralverbund Lippetal aus den Pfarrgemeinden Hovestadt, Hultrop und Oestinghausen in Wort und Bild erfasst. Ein historischer Abriss berichtet über den Werdegang dieser Zeugen christlichen Glaubens, die teilweise von Willi Arns und Mitgliedern des örtlichen Heimatvereins restauriert und von Grund auf erneuert worden sind. „Der Pastoralverbund Lippetal ist in der Öffentlichkeit reich an Hinweisen auf den Glauben an Gott“, weiß der 93-jährige Co-Autor Felix Bierhaus zu berichten.
Man finde sie in nahezu allen Gemeinden. Die Glaubenszeichen, ob es nun Kirchen, Kapellen, Wegekreuze oder Bildstöcke mit Heiligenfiguren sind, erinnerten daran, „unser religiöses Leben zu formen und zu vertiefen“. Die Stifter solcher Zeichen hätten ganz unterschiedliche Gründe für ihr gutes Werk gehabt. Oft sei es schlichtweg eine große Dankbarkeit für Gottes Schutz gewesen, weiß Bierhaus aus seinen Recherchen, aber auch Gottes Hilfen in Zeiten von Kriegen, Armut und Krankheit zu erbitten. „Hierbei zeigt sich, wie tief das menschliche Leben mit Gott in Verbindung steht.“ Die Glaubenszeichen haben die Autoren in der stattlichen Schrift in fünf Gruppen gegliedert: Einleitungstexte, Kirchen und Kapellen, Wegekreuze, Bildstöcke und jüdische Friedhöfe.
Finanziell möglich gemacht hat die Auflage der durchweg farbig gedruckten Schrift auch die Ludger-Bierhaus-Stiftung. Diese haben Felix Bierhaus und seine Gattin Liesel nach dem Tod ihres Sohnes eingerichtet. Felix Bierhaus: „Als dauerndes Andenken an unseren verstorbenen Ludger werden die Mittel, die sich aus der Anlage des Stiftungsvermögens ergeben, sowie Spenden Dritter zur Verwirklichung gemeinnütziger Ziele im Lippetal verwandt. Ludger fühlte sich mit seiner Heimat eng verbunden und hat sich stets für heimatkundliche Themen engagiert. Dieses Engagement führen wir mit der Stiftung fort.“ Ferner wird die Ausweitung und Pflege des heimatkundlichen Internetangebots unter www.felixbierhaus.de unterstützt.
Zu erwerben ist die 140-seitige Schrift für 12 Euro bei Roswitha Bröckling in Oestinghausen, Wiltrop 31, Tel.:
02527/362, bei Felix Bierhaus in Hovestadt, Im Löttenkamp 13, Tel.: 02923/7314, sowie bei Egbert Sauermann in Hultrop, Am Zehnthof 8, Tel.: 02527/8333.







