10. Sternwallfahrt der Pastoralverbünde Oberes Röhrtal und Sorpetal-Stockum nach Kloster Brunnen
Gott kann auf die Erde kommen
Kloster Brunnen (nü). Zum 10. Mal pilgerten Gläubige in einer Sternwallfahrt nach Kloster Brunnen. Wegen der jahrhundertealten Verbindung von Kloster Brunnen nach Werl war Wallfahrtsleiter P. Ralf Preker zum Abschlussgottesdienst gekommen, um dort die Predigt zu halten.
Jubiläumswetter war es nicht gerade, als die Pilgergruppen sich von mehreren Ausgangspunkten auf den Weg nach Kloster Brunnen machten. Doch trotz Nieselregens fanden sich am Start in Wildewiese, von wo aus erstmals ein Pilgerweg angeboten wurde, knapp 40 Frauen und Männer ein, um die Strecke mit Pastor Josef Pohlmeyer aus Sundern zu gehen. Während des zweistündigen Marsches, der ein Teilstück über den „Sauerländer Höhenflug“ führte, verschwanden die Wolken und die Sonne strahlte auf die Pilger nieder.
Den Festtag Maria Königin hatten die Organisatoren für die diesjährige Sternwallfahrt ausgesucht. Maria stand folglich im Mittelpunkt der vier Stationen, die Pastor Pohlmeyer gestaltete. So beteten die Pilger an der 3. Station, die gegen 18 Uhr erreicht wurde, den „Engel des Herrn“.
In der ehemaligen Kirche der Kapuziner in Klosterbrunnen trafen ebenfalls die Gruppe mit den Pilgern aus Sundern, die von Gemeindereferentin Nicole Laufmöller begleitet wurde, und zahlreiche Einzelpilger ein. Gemeinsam feierten alle im voll besetzten Gotteshaus die Abschlussmesse.
Ausgehend vom Evangelium, das von der Verkündigung berichtete, predigte P. Ralf Preker über die „Klopfzeichen“ Gottes in der heutigen Zeit. Maria, so der Werler Wallfahrtsleiter, habe sich von Gott etwas schenken lassen. Gott könne auch heute auf die Welt kommen, „wo ich mich ihm überlasse, mich beschenken lasse“, betonte Pater Ralf und fügte hinzu: „Wer sich nicht gegen Gott sperrt, kann mehr, als er sich selbst zutraut.“ Es gehe darum, ehrlich gegen sich selbst zu sein. Denn: „Wer seine Grenzen kennt, in dem kann Gott ankommen.“
Bis an ihre Grenzen mussten die Pilger bei dieser abendlichen Sternwallfahrt nicht gehen. Doch der Gegenwart Gottes konnten sie sich gewiss sein.







