Bilder vom 2. Ökumenischen Kirchentag in München zeigen die vielen Facetten der Begegnungen
Hand-Zeichen
Handschlag, Handreichung, Händeringen: Als Symbol für gelebte und gefeierte Ökumene können vielleicht gerade Hände den Geist des Christentreffens wiedergeben. Eine Annäherung in Text und Bild von Harald Oppitz, Mitarbeiter der KNA.
Der 2. Ökumenische Kirchentag liegt hinter uns. Er wurde zum Freudenfest, weil sich tausende Menschen im Glauben an Gott begegneten. Weil sie spürten, dass sie diesen Glauben gemeinsam weitertragen können.
Für dieses gemeinsame Zeugnis gibt es ein Symbol: den Handschlag, wie er auf dem ÖKT überall zu sehen war – über alle Grenzen hinweg. Eine Begegnung zwischen alt und jung – zwischen Menschen verschiedener Konfessionen, Positionen und Meinungen.
Hände können viel. Sie bewirken Schlechtes und Gutes. Sie schlagen zu oder stiften Frieden, sie ballen sich zur Faust oder reichen einander das Brot – es liegt immer an uns selbst. Hände können unseren Nachbarn segnen und bauen dabei eine greifbare Verbindung auf. So vollenden sie das Gebet um Versöhnung, zu dem sie vielleicht zuvor gefaltet waren.
Die Ökumene lebt, das haben Katholiken, Protestanten und orthodoxe Christen bei zahlreichen Begegnungen in München deutlich gespürt, als sie sich die Hand reichten. Die Chance für eine gemeinsame Zukunft ist so groß wie nie. Man muss sie nur immer wieder neu ergreifen – mit Händen, die aufbauen und schenken können.
Gleichwohl ist auch ein Zusammenstehen der Christen in der heutigen Gesellschaft so nötig wie nie. Zupacken ist gefragt – um gemeinsam vieles besser zu bewerkstelligen als auf eigene Faust.
So kann der ökumenische Handschlag ein Beispiel für die Welt werden. Denn zwischen verfeindeten Völkern und Staaten, zwischen Reichen und Armen, Starken und Schwachen, Gesunden und Kranken, Jungen und Alten gibt es viele Hände, die noch nicht ausgestreckt wurden.
Jeder Handschlag, der von Herzen kommt, kann daran etwas ändern.







