Kommentar
Hello, Mr. President!
Der Demokrat Barack Obama (47) hat die amerikanischen Präsidentschaftswahlen mit großer Mehrheit gewonnen. Wenn er im Januar 2009 vereidigt wird, ist Obama der erste schwarze Präsident Amerikas.
Birger Berbüsse (26) ist
Volontär beim Dom
„Yes, we can!“ Barack Obamas Wahlslogan ist Wirklichkeit geworden. Er wird 44. Präsident der USA. Dass mit ihm erstmals ein Afroamerikaner und Arbeiterkind, zudem noch mit dem Zweitnamen Hussein geschlagen, an der Spitze des (einst?) mächtigsten Landes der Welt stehen wird, zeigt abermals: Amerika ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, dort kann jeder alles schaffen. Der „American Dream“.
Doch sollte dies nicht den Blick vernebeln auf die andere, düstere Realität der USA. Acht Jahre Bush haben Land und Menschen zermürbt, die Kriege in Afghanistan und Irak unzählige Opfer gefordert und das weltweite Ansehen stark beschädigt. Das Gesundheitswesen spottet jeder Beschreibung, die Kluft zwischen Arm und Reich, Liberalen und Erzkonservativen klafft immer größer und die weltweite Finanzkrise hatte ihren Ursprung in Amerika.
Es war ganz besonders die Hoffnung auf Besserung und das Vertrauen auf den von Obama beschworenen „Wandel“, der ihm die meisten Stimmen brachte. Präsident werden konnte er. Jetzt muss der in aller Welt schon als Heilsbringer gefeierte Obama auch beweisen, dass er Präsident SEIN kann. Das wird alles andere als leicht. Denn zu seinen Aufgaben gehören ein Rückzugsplan für den Irak, die Verbesserung des Gesundheitswesens sowie Hilfen für den weltweiten Finanz- und Wirtschaftssektor. Und er muss einem geschlagenen Volk wieder Mut machen: „Yes, we can!“







