Kommentar
Hilfe für verfolgte Christen
Das Europaparlament hat die Verfolgung von Christen und gewalttätige Übergriffe auf sie in Ägypten und Malaysia verurteilt. Die jeweiligen Regierungen müssten die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, verlangten die Abgeordneten.
Matthias Nückel (52) ist verantwortlich für den Inhalt des DOM
Wenn es um das Christentum geht, ist aus der europäischen Politik oft wenig Positives zu hören. Zu unterschiedlich sind die Auffassungen der einzelnen Mitgliedsstaaten, wie die Debatte um den Gottesbezug in der Europäischen Verfassung gezeigt hat.
Jetzt jedoch hat das Europa-Parlament eine Entschließung verabschiedet, die für jeden Christen mehr als erfreulich ist. Die Abgeordneten verurteilten Übergriffe auf Christen scharf.
Solch klare Worte seitens der Politik sind gerade heute bitter nötig. Über 100 Millionen Christen in der Welt haben nach seriösen Schätzungen unter Verfolgung zu leiden. Diese reicht von eher kleineren Schikanen über Folter bis hin zu Mord.
Lange genug haben Politiker das Problem aus falsch verstandener Rücksichtnahme gegenüber manchen Regierungen in der Welt nicht angesprochen. Viel zu lange war das Thema Christenverfolgung für die Politik eben kein Thema.
Die Europa-Parlamentarier sind nun vorgeprescht. Sie haben zudem in ihrer Resolution Ägypten und Malaysia als Länder, in denen Christen verfolgt werden, offen benannt. Hoffentlich werden sie solche Offenheit auch dann nicht scheuen, wenn es gilt, größere und wirtschaftlich bedeutendere Länder wegen der Christenverfolgung anzuprangern.






