Erster Integrationskurs in der katholischen Kirchengemeinde Heilige Familie abgeschlossen
Integration als Bereicherung
Dortmund (pdp). 25 Frauen aus der Türkei, Polen, Marokko, Indien, Sri Lanka und dem Kosovo haben ihre neu erworbenen Kenntnisse der deutschen Sprache und Kultur unter Beweis gestellt und damit ihren Integrationskurs erfolgreich bestanden. Mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung schlossen die Frauen das in Dortmund-Marten erstmalig angebotene Projekt ab. Durchgeführt wurde der Sprachkurs vom Katholischen Bildungswerk Dortmund im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.
Seit April 2007 lernten die Frauen im Pfarrheim der Gemeinde Heilige Familie Deutsch. Nach einem 100-stündigen Vorkurs begannen sie im August vergangenen Jahres den Hauptkurs mit 600 Stunden Sprach- und 45 Stunden Integrationsunterricht. An vier Tagen in der Woche wurde jeweils am Vormittag vier Stunden lang Deutsch gelernt. Lehrerin Angelika Höttemann machte die Frauen mit Gruppenarbeit, kreativem Schreiben und Sprechtrainings fit im Umgang mit der deutschen Sprache.
Die Initiative dazu kam von Margarete Konieczny, der Sprecherin der örtlichen Caritas-Konferenz. Bei Begegnungen im Kindergarten und in der Schule waren ihr die Sprachdefizite junger Familien aufgefallen, in denen Deutsch nicht als Muttersprache gesprochen wird. Sie und ihre Mitstreiter hielten daher einen Integrationskurs vor Ort für sinnvoll und fanden dabei Unterstützung bei Pfarrer Michael Vogt, Leiter des Pastoralverbundes Marten-Oespel-Kley.
In enger Zusammenarbeit mit der Katholischen Familienbildungsstätte Dortmund (kbs) und dem Katholischen Trägerkreis Kindertagespflege (KTK) entstand ein Kurskonzept, das neben dem Spracherwerb auch großen Wert auf das gegenseitige Verstehen der Kulturen legt. Während die Mütter lernten, konnten ihre Kinder im Nebenraum mit ausgebildeten Tagesmüttern spielen und toben.
„Wir können so viel voneinander lernen“, betont Margarete Konieczny. Integration sei eben keine Einbahnstraße. Beispiele dafür konnte sie während des Sprachkurses häufiger erleben. Etwa, als die Frauen im Februar 2008 ein internationales Buffet veranstalteten und sich den Gemeindemitgliedern vorstellten. Mit Hilfe des Kurses sei man spürbar aufeinander zugegangen und habe Vorbehalte abbauen können.







