Weltjugendtags-Teilnehmer aus dem Erzbistum erleben „Tage der Begegnung“ in Pamplona
„Jesu Botschaft macht lebendig“

- Begegnung in Javier: Richard Becker, Francisco Pérez Gonzáles, der Erzbischof von Pamplona, und Christopher Göke (v. l.).
Paderborn/Pamplona. Für Christopher Göke und Richard Becker sind diese Tage ganz besondere. Das erste Mal nehmen die beiden Bad Driburger zusammen mit ihren Freunden Alexander Göke, Peter Lauschuss und Tim Arens an einem Weltjugendtag teil. „Die Stimmung ist einfach beeindruckend“, erklärt Christopher, der wenige Minuten zuvor den großen Gottesdienst mit 6 000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor der Burg von Javier, dem Geburtsort des heiligen Franz Xaver gefeiert hat. Dieser war der Abschluss eines kurzen Pilgerweges auf dem Jakobsweg und Auftakt zum internationalen Festival.
Ganz unerwartet kommt auch noch der Erzbischof von Pamplona, Francisco Pérez Gonzáles, an den beiden Jugendlichen vorbei und sie können sich mit ihm fotografieren lassen. Er freut sich, kurz mit den Jugendlichen aus Bad Driburg zu sprechen. „Das hat man auch nicht jeden Tag“, gibt Richard Becker zu. Bis zum Gottesdienst kannten die wenigsten der 550 Paderborner Weltjugendtagsfahrer Erzbischof Gonzáles, doch mit seiner ständigen Aufforderung an die Jugendlichen im Gottesdienst, „Missionare der Hoffnung“ zu werden, wurde Francisco Pérez Gonzáles zum gefeierten Mann.
Christopher Göke und Richard Becker sind mit ihren Freunden aus der Katholischen Jungen Gemeinde (KjG) und von den Messdienern aus Bad Driburg in Lesaka untergebracht. Eine Stunde Busfahrt sind die beiden damit von Pamplona entfernt, doch die spanischen Gastgeber des 2000-Seelen-Ortes geben sich jede Mühe, den Jugendlichen aus Deutschland und Italien den Aufenthalt zu versüßen. „Wir unterhalten uns meist mit Händen und Füßen, aber alle sind sehr nett zu uns“, weiß Richard. Die Gastgeber haben sogar Betten in der Schule aufgestellt, in der die jungen internationalen Gäste übernachten.
Nach einer mehrstündigen Wanderung hoch auf einen Gipfel in den Ausläufern der Pyrenäen feierten die Weltjugendtagspilger einen Gottesdienst in einer Kapelle. „Wir hatten zwar keine Musikinstrumente, aber die Italiener verstanden es bestens, für Stimmung zu sorgen“, freut sich Christopher. Er und Richard erhoffen sich von den Tagen in Spanien eine Stärkung für ihren Glauben. „Wir können sicher etwas für unseren Glauben von den anderen Nationen lernen“, meint Christopher. Beide sind mit den „Tagen der Begegnung“ mehr als zufrieden und für Madrid haben sie auch schon Vorstellungen: „Jetzt muss es nur noch so weiter gehen, vielleicht mit einer kleinen Steigerung“, erklärt Richard.
Die Einstimmung auf die Tage fanden die beiden ebenfalls gelungen. „Wir hatten eine lange, aber schöne Fahrt, haben viel gesungen, Gitarre gespielt oder gebetet“, erinnert sich Christopher. Und dann kam der Auftaktgottesdienst mit Weihbischof Matthias König in der modernen Basilika von Javier. Die Worte kamen auch bei den Jugendlichen aus Bad Driburg an.
Weihbischof König, der selbst im Bus eine Gruppe begleitet hatte, rief den jungen Christen während seiner Predigt im Pontifikalamt zu, sich weiterhin für ihren Glauben zu engagieren. „Jesu Botschaft macht lebendig“, sagte er und stellte den heiligen Franz Xaver als mögliches Vorbild für die Weltjugendtagsfahrer vor: „Der heilige Franz Xaver hat bereits vor 400 Jahren Christus und seine Botschaft in die Welt getragen“.
In den kommenden Tagen sollten sie sich begeistern lassen von der großen Gemeinschaft im Glauben, die während der Weltjugendtage besonders erfahrbar sei. „Ihr werdet nicht nur 100 Freunde mehr bei Facebook haben, sondern um viele Erfahrungen reicher sein“, war sich der Weihbischof sicher.






