Hochrangige Vertreter trafen sich zum „Tag der Religionen“ in Hagen
Keine Toleranz gegen Intoleranz
Hagen. Mit gemeinsamen Aktionen wollen die großen Religionsgemeinschaften Signale gegen den Rechtsextremismus setzen. Das ist die Botschaft, die hochrangige Vertreter aller Glaubensrichtungen vom „Tag der Religionen“ aussenden.
von Meinolf Steinhofer
Dechant Dieter Osthus hatte ihn diesem Jahr zum „Tag der Religionen“ nach Hagen eingeladen. Unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Jörg Dehm trafen sich hochrangige Vertreter am „Runden Tisch der Religionen“ im Hagener Ratssaal. Im Mittelpunkt der zweistündigen Veranstaltung referierte der Religionspädagoge Professor Dr. Johannes Lähnemann zum Thema: „Religionen – Brücken oder Blockaden der Integration“. Dem Vortrag schloss sich ein Podiumsgespräch an.
Besinnliche Texte aus den großen religiösen Traditionen bildeten den Abschluss. Eine gemeinsame Presseerklärung, in der sich die Teilnehmer „gegen allen Fanatismus und alle Formen von Fremdenfeindlichkeit wenden“ wurde veröffentlicht.
Die Teilnehmer ermuntern alle Gruppen zur Wachsamkeit „gegenüber allem, was unser freiheitlich demokratisches Miteinander bedroht“. Ihre Forderung bringen sie auf die Formel „Toleranz gegen Intoleranz darf es nicht geben“.
1970 trafen sich Repräsentanten aller großen Religionen aus allen Kontinenten zu einer ersten Weltkonferenz. Die Bewegung hat in Deutschland inzwischen zwölf Ortsgruppen (im Raum Hagen/Witten im Internet unter wcrp-witten.de) und ist als Nichtregierungsorgansiation bei der UNO anerkannt. Sie „lädt Menschen aller Religionen ein, sich gemeinsam – auf der Grundlage der Friedenwerte ihrer Religion – für den Frieden einzusetzen“. Grundlage der Friedensarbeit ist die Kenntnis voneinander, das Verständnis füreinander und der Dialog miteinander. Ein Instrument der gemeinsamen Arbeit ist der „Tag der Religionen“, der in wechselnden Städten jährlich einmal durchgeführt wird.







