Aktuelle Ausgabe
2012-20

BDKJ in der Erzdiözese und Marien-Realschule Hamm starten Kooperation

Kochen wie im Tschad

Die Schüler hatten sichtlich Spaß beim Kochworkshop. Foto: BDKJ

Hamm. „Mhh ist das lecker“, schwärmen Sara (12) und Angelos (12). Und Dimitrios (14) ergänzt: „Das hat auch Spaß gemacht.“ Die drei Schüler der Marienschule Hamm haben jetzt an einem Angebot zur Fastenzeit vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Diözesanverband Paderborn, teilgenommen. Der neue Kooperationspartner der katholischen Realschule hatte zum Thema: „Leben ohne Bildung“  einen Kochworkshop angeboten.

Die Schülerinnen und Schüler durften eine „Tomatensoße à la camerounaise“ – ein Rezept aus dem Tschad – ausprobieren. Die größte Herausforderung bestand aber nicht im Kochen, denn das Rezept war in griechischen Buchstaben geschrieben. „Die Schüler sollten so erfahren, was es bedeutet, wenn Kinder nicht lesen können“, erklärt Sozialpädagogin Theresa Förster, die mit ihrer Kollegin Maria Reker das Angebot organisiert hatte. Aber die beiden Mitarbeiter des BDKJ hatten vorgesorgt und eine Übersetzung der griechischen Buchstaben mitgebracht. So konnten die Schüler voller Tatendrang nach der Übersetzung ihr Mittagessen kochen.

An der Marienschule werden in diesen Wochen verschiedene Angebote rund um die Jugendaktion „Stadt, Rand, Schluss …?“ von BDKJ und Misereor zur Fastenzeit gestartet. Die Aktion widmet sich dabei der Lebenssituation von Jugendlichen in den Städten der Welt. So laden die beiden Mitarbeiterinnen jeden Mittwoch in der großen Pause zur zehnminütigen „Halbzeit“ ein, bei der die Schüler eine kurze Pause vom Schulalltag erfahren und innehalten können. Weiterhin erwarten interessierte Schüler ein Rollenspiel zum „Brennpunkt Bildung“ oder eine Abschlussaktion „Unter dem Kreuz“, bei der ein Spiegelkreuz oder ein Palmstock angefertigt werden können.

„Immer stehen die Lebenswirklichkeiten und Träume von Jugendlichen im Mittelpunkt, die Schüler können erfahren, dass diese trotz unterschiedlicher Lebensbedingungen gar nicht so verschieden sind“, erklärt Theresa Förster. Und für die Zukunft werden weitere Projekte geplant. „Wünsche dürfen die Schüler uns gerne nennen“, hoffen die beiden Mitarbeiterinnen auf viel Mitbestimmung der Kinder und Jugendlichen.

Für Theresa Förster und Maria Reker war der Nachmittag eine der ersten Aktionen an der Marienschule, erst vor wenigen Wochen wurde die Kooperation zwischen Schule und dem BDKJ in der Erzdiözese Paderborn festgezurrt. Seit dem Beginn des letzten Schuljahres arbeiten das Erzbistum und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend an Schulen in Trägerschaft des Erzbistums zusammen. Dabei geht es um die Trägerschaft der pädagogischen Übermittagsbetreuung und des außerunterrichtlichen Ganztags- und Betreuungsangebotes.  „Als Kooperationspartner erhält katholische Kinder- und Jugendarbeit die Chance, ihre Inhalte durch Angebote im Umfeld von Schulen weiterzugeben“, erklärt BDKJ-Referent Johannes Moser, der beim Projektstart in Hamm anwesend war. Diese Form des Engagements eröffne die Chance, Kinder und Jugendliche im Lebensfeld Schule zu erreichen.


24.05.2012
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