Lichtenauer Messdiener zum Austausch in Polen
Kontakte geknüpft
Lichtenau. Pfarrer Josef Wördehoff, Leiter des Pastoralverbundes Lichtenau, tat schon viel für die deutsch-polnische Freundschaft. Nun knüpfte er mit seinen älteren Messdienern Bande nach Pieniezno im Ermland.
Als der Vater eines Herbramer Messdieners von einer polnischen Gastgeberin gefragt wurde, warum er nach Polen komme, sprudelte es sofort aus ihm heraus, „wegen Ihrer Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit“. Diese erlebte die gesamte 27-köpfige Reisegruppe von Messdienern aus Asseln und Herbram mit einigen Eltern und ihrem Reiseleiter Pfarrer Josef Wördehoff auf ihrer Fahrt in die polnische Partnerstadt Pieniezno, dem früheren Mehlsack im Ermland. Eine Woche waren die Jungen und Mädchen in den polnischen Gastfamilien untergebracht. Die Eltern und jüngeren Jugendlichen wohnten im örtlichen Kloster der Steyler Missionare.
„Hier steht fast an jeder Kreuzung ein Wegekreuz“, bemerkte ein Jugendlicher bei der Fahrt durch das nordöstliche Polen. Drei Wegkreuze sollte die Messdienergruppe mit ihren polnischen Gastgebern an dem in der Partnergemeinde eingeplanten Arbeitstag säubern und renovieren. Sportliche Aktivitäten, eine gemeinsame Eucharistiefeier und ein Grillfest festigten die Gemeinschaft unter den Jugendlichen. Bei einem Besuch des Gymnasiums in der etwa 7400 Einwohner zählenden Partnerstadt lernten die Jugendlichen auch den Schulalltag in Polen kennen. Auch der Bürgermeister der polnischen Partnerstadt empfing die Gruppe und lobte Pfarrer Wördehoff als Motor des deutsch-polnischen Austausches. Schließlich war der 61-Jährige bereits zum 35. Mal in Polen und es war schon der zwölfte Besuch in Pieniezno unweit der russischen Grenze.
Neben der Begegnung mit den polnischen Jugendlichen war auch die deutsch-polnische Geschichte Bestandteil der Reise. Der Besuch der Westernplatte – dort begann am 1. September 1939 mit dem Beschuss des polnischen Munitionslagers der Zweite Weltkrieg – gehörte ebenso zum Programm wie der Besuch im Führerhauptquartier „Wolfschanze“. Besonders beeindruckt zeigten sich die Jugendlichen von den Ausstellungen im Konzentrationslager Stutthof: dem Galgen, den Öfen, der Gaskammer oder dem Berg an Schuhsohlen der ehemaligen Gefangenen.
Inzwischen planen die Jugendlichen eine Fotoausstellung im Lichtenauer Rathaus, um die Eindrücke ihrer Reise zu präsentieren. Außerdem plant die Gruppe schon jetzt einen Gegenbesuch der polnischen Gastfamilien in Lichtenau im Sommer kommenden Jahres. Pfarrer Wördehoff und der Lichtenauer Schulausschussvorsitzende Volker Jung, der ebenfalls zur Reisegruppe gehörte, verfolgen als langfristiges Ziel, eine Partnerschaft auf schulischer Ebene zwischen den beiden Städten zu etablier







