Kommentar
Laien sind berufen
In einem einstündigen Vortrag hat Erzbischof Hans-Josef Becker bei der Zwischenbilanz der Perspektive 2014 die Schwerpunkte der Entwicklung im Bistum benannt. Sein Hauptgedanke dabei ist es, die Entwicklung der Diözese als Berufungspastoral zu definieren.
Christian Schlichter (46) ist Chefredakteur des DOM
Die Laien also. Sie sollen sich engagieren, sie dürfen sich einbringen, sie müssen sogar mitgestalten. Das war das Fazit aus der Zwischenbilanz im pastoralen Prozess 2014. Der Weg zur allgemeinen Berufung, übersetzt auch mit dem Erkennen des allgemeinen Priestertums aller Getauften, all das setzt auf eine Gemeinde die mündig und aktiv ist. Die den Priester nicht als alleinigen Entertainer und Motivator sieht. Sondern die sich auch selbst berufen fühlt, die sich traut, die sich einmischt und so ihre Gemeinschaft auch selbst trägt.
Das ist ein großes Anliegen, das Erzbischof Hans-Josef Becker bei der Zwischenbilanz 2014 unter dem Stichwort der Berufungspastoral als Schlüssel für die Zukunft formuliert hat. Die anschließende Diskussion in Kleingruppen hat jedoch gezeigt, dass es durchaus Laien gibt, die diese Berufung bereits fühlen und die bereit wären, aktiv mitzugestalten. Mancherlei Hindernisse mögen dem noch im Weg stehen, viele Grunddefinitionen („Wer hat es letztlich zu sagen?“) müssen gefunden werden. Dabei geht es auch um die nötige Wertschätzung. Bei der müssen beide Seiten nachlernen. Eine priesterzentrierte Amtskirche ebenso wie eine voll versorgte Gemeinde
Der vom Erzbischof skizzierte Weg ist kein einfacher. Aber ein durchaus spannender. Denn er lässt die Grundlagen nicht aus dem Blick. Bei allem Tun von Kirche und Gemeinden geht es um eines: den Glauben. Wo der lebt, wächst auch wieder die Kirche.






