Acht Männer aus dem Dekanat Unna gehen auf Pilgerradtour zum Kirchentag nach München
Männer machen Meilen ...
Unna. Viele Wege werden Tausende von Gläubigen Mitte Mai nach München zum 2. Ökumenischen Kirchtag, der unter dem Motto steht „Damit ihr Hoffnung habt“, führen. Die einen werden mit dem Zug oder mit dem Bus anreisen, andere mit ihrem eigenen Auto dorthin fahren. Acht Männer aus dem Dekanat Unna machen sich ebenfalls auf „ihre“ ganz persönliche Reise.
von Elisabeth Plamper
„Erst war es nur so eine Idee“, erzählen Dekanatsreferent Edgar Terhorst und Detlef Angersbach aus Bönen. Sie sorgten dafür, dass es nicht bei der Idee blieb, sondern mehr daraus wurde. Nun stekken insgesamt acht gestandene Männer aus Fröndenberg, Unna und Bönen mitten in der Planung. Mit dem Fahrrad wollen sie nach sechs Tagesetappen pünktlich zur Eröffnung des 2. Ökumenischen Kirchentages am 12. Mai in München sein.
„Eine Tagesetappe umfasst ungefähr 100 bis 120 Kilometer. Das ist für uns eine große Herausforderung“, sagt Terhorst. „Zumal wir keine Profiradfahrer sind, sondern eher Radfahren als Hobby betreiben.“ Doch auch darin liege ein Reiz. „Wir trauen uns etwas zu“ hat die Gruppe als Leitwort für ihre Reise gewählt. „Es ist, glaube ich, ein Projekt, das keiner so schnell allein in Angriff nehmen würde. Wir werden sehen, ob auch am dritten Tag Körper und Geist noch mitmachen und setzen auf unsere gegenseitige Motivation.“
Auch Detlef Angersbach sieht der Tour mit Spannung entgegen. Längere Tagestouren habe er schon öfter gemacht. „Durch die Landschaft mit dem Rad zu fahren, ist etwas sehr schönes“, sagt er. „Man bekommt den Kopf frei, lässt den Alltag hinter sich und nimmt alles um einem herum viel bewusster wahr.“
Ein spezielles Vorbereitungstraining wollen die Radler auch noch absolvieren, bevor es dann am Freitagmorgen, 7. Mai, auf eine besondere Pilgerreise in Richtung Süden geht. „Ich denke, dass die Tour ein einzigartiges Gruppenerlebnis werden wird und auch neue Erfahrungen für einen persönlich bringt. Es ist nicht nur eine einfache Radtour, sondern schon eine Art Pilgerreise“, fasst Terhorst zusammen. Der Verlauf der Tour steht in groben Zügen bereits fest. Über den Ruhrradweg führt die erste Tagesetappe bis Mollseifen. „Die Tour planen wir gemeinsam.“ Weitere Teilstrecken bringen die Radler nach Lauterbach und Gmünden. Ab Feuchtwangen wollen sie der „Romantischen Straße“ bis Donauwörth folgen. Der letzte Zwischenstopp vor München ist in Biberach vorgesehen.
„Jeden Atemzug dieser Tour wollen wir genießen und jeder gefahrene Kilometer soll auch eine gute Tat sein“, erläutert der Dekanatsreferent. „Deshalb möchten wir unsere Strecke für soziale Projekte sponsern.“ Unter anderem sollen die Renovierung der Antoniuskapelle in Unna-Lünern, die Kindergärten im Pastoralverbund Bönen-Heeren, ein Kinderheim in Palästina und ein Projekt für Straßenkinder in Siebenbürgen/Rumänien unterstützt werden. Jeder, der die acht Radler auf ihren Weg indirekt begleiten und bei ihrem Vorhaben unterstützen möchte, kann über ein speziell eingerichtetes Spendenkonto Kilometer „kaufen“. Ein Kilometer kostet zwei Euro. Der Erlös kommt 1:1, das heißt ohne jeden Abzug, den jeweiligen Projekten zugute. Spendenquittungen werden auf Wunsch ausgestellt.
Die Sponsoren erhalten zudem Grüße von unterwegs und eine persönliche Überraschung.







