Festakt zum Caritassonntag beim diesjährigen Liborifest
Mallinckrodtpreis geht nach Attendorn
Paderborn/Attendorn. Der Pauline-von-Mallinckrodt-Preis der Caritasstiftung für das Erzbistum Paderborn geht in diesem Jahr an die Arbeitsgemeinschaft Begegnung in Attendorn. Die ehrenamtliche Initiative macht sich für die Begegnung von Jugendlichen mit und ohne Behinderung stark. Weihbischof Manfred Grothe überreichte als Vorsitzender des Stiftungskuratoriums den mit 5 000 Euro dotierten Preis im Rahmen einer Feierstunde in der Paderborner Kaiserpfalz.
Eine unabhängige Jury hatte den Preisträger aus insgesamt 14 vorgeschlagenen ehrenamtlichen Projekten ausgewählt. Benannt ist der Preis nach der seligen Pauline von Mallinckrodt (1817-1881), der Begründerin der Blindenfürsorge in Paderborn und Gründerin der Ordensgemeinschaft der Schwestern der christlichen Liebe.
Die Idee zu dem Projekt „Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung“ ging im Jahre 1980 gemeinsam von den Jugendlichen der Attendorner Firmgruppe und den Bewohnern des St. Laurentiusheim in Attendorn aus. Im Rahmen der Firmvorbereitung hatten die damaligen Firmbewerber die beschützenden Werkstätten des St. Laurentiusheimes besucht und mit den behinderten Menschen erste Kontakte geknüpft.
Bald entwickelte sich ein regelmäßiger Austausch und der Wunsch, über die Firmvorbereitungszeit hinaus gemeinsam die Freizeit zu gestalten. Seit 1980 finden regelmäßige Begegnungsabende statt, werden gemeinsame Feste veranstaltet und Ferienfreizeiten organisiert.
Die Jury zur Auswahl des Preisträgers war beeindruckt von der Tatsache, dass die AG Begegnung bereits seit 28 Jahren existiert und bis heute fortgeführt wird. Gelobt wurde auch, dass bei allen gemeinsamen Freizeitaktivitäten und inhaltlichen Programmen der gemeinsame Gottesdienst zwischen nicht behinderten und behinderten Jugendlichen nicht zu kurz komme.
Bemerkenswert sei auch, dass es der AG Begegnung gelinge, alle Aktivitäten mit Hilfe von Spenden zu finanzieren.
Vor der Verleihung hatte Weihbischof Manfred Grothe im Hohen Dom ein Pontifikalamt gefeiert, zu dem besonders die Mitarbeiter der Caritas eingeladen waren. Dabei schlug Grothe in seiner Predigt eine Brücke zum Leitwort des Libori-Festes: „… und im Tod verlass uns nicht“.
Die Caritas-Jahreskampagne spreche das gleiche Thema nur von einer anderen Seite an. Das Motto „Achten statt Ächten“ ziele auf die Förderung und Pflege des Lebens gegen jede Form von Tod. cpd/gv








