Aktuelle Ausgabe
2012-20

Silbermedaillengewinnerin Kerstin Szymkowiak lernte am Gymnasium Maria Königin in Altenhundem

Mit 140 durch den Eiskanal

Die Silbermedaillengewinnerin von Vancouver im Skeleton, Kerstin Szymkowiak, mit ihrem ehemaligen Sportlehrer Wolfgang Eberts vom Gymnasium Maria Königin in Altenhundem. Foto: Kaufmann

Lennestadt-Altenhundem (AK/jon). Mit 140 Stundenkilometern den Kopf voraus auf einem Schlitten durch den Eiskanal jagen: Das ist „Skeleton“, eine Sportart, bei der eine ehemalige Schülerin des kirchlichen Gymnasiums Maria Königin in Altenhundem bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver kürzlich die Silbermedaille gewann. Davon berichtete Kerstin Szymkowiak, geborene Jürgens, jetzt bei einem Besuch ihrer alten Schule. 1997 hatte sie auf dem „Klosterberg“ das Abi­tur gemacht und dann ihre sportliche Karriere gestartet.

„Ich habe noch sehr in Erinnerung, dass du immer gut gelaunt warst“, sagte Schulleiter Berthold Schleime. Kerstin stellte sich denn auch sympathisch und schlagfertig den Fragen ihrer „Mitschüler“ von Maria Königin und des Moderators Wolfgang Eberts: „Warst du gut in der Schule?“– „Na, ja, reden wir nicht weiter drü-ber!“ „Was waren deine Lieblingsfächer?“ - „Sport, Sport und nochmals Sport.“ Zahlreiche Fragen zur Olympiateilnahme in Vancouver beantwortete Kerstin offen und ehrlich – wie auch Fragen nach Doping und persönlichen Zukunftsplänen. Eine Karriere als Bundestrainerin im Skeleton komme keinesfalls in Frage, ab jetzt seien nur noch Wandern, Radfahren und Skaten in der Schweiz angesagt, also ganz normale Ausgleichssportarten. „Sechs Monate im Jahr auf Achse, das reicht, nun ist definitiv Schluss mit dem Leistungssport. Außerdem kann ich jetzt endlich das Studium beenden.“ Eine Videoaufzeichnung ihrer rasenden Fahrt durch den Eiskanal von Vancouver kommentierte sie für die Schüler: „Mit der Kinnlade fünf Zentimeter über dem Eis bei 142 Stundenkilometern, das hat schon was.“ Ein Gefühl der Angst oder Nervosität empfinde sie dabei nicht, sagte die Silbermedaillengewinnerin aus Kirchhundem-Marmecke. „Im Gegenteil, ich war zwar angespannt, aber äußerst ruhig vor meinem Lauf.“ Acht Jahre hat sie auf den Höhepunkt ihrer sportlichen Karriere hingearbeitet. „Wenn ihr was Besonderes könnt, z. B. im Sport oder in der Musik oder wo auch sonst, dann macht was draus, setzt euch Ziele und verfolgt sie ganz konsequent“, gab sie den Schülern als Rat mit auf den Weg. Zum Dank für den Besuch an ihrer alten Schule überreichte ihr Schulleiter Berthold Schleime eine Bronzeplakette mit Motiven des Gymnasiums Maria Königin.


24.05.2012
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