Aktuelle Ausgabe
2012-20

Kroatisch-Katholische Mission feierte in Bielefeld ihr 40-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst

Mosaikstein für die Integration gelegt

In Maria Königin in Bielefeld, wo die Kroatisch-Katholische Mission seit 1998 beheimatet ist, wurde der Festgottesdienst zum Jubiläum gefeiert. Foto: Müller

Bielefeld. Für Kroaten gab es in Bielefeld am zweiten Novemberwochenende gleich doppelt Grund zum Feiern: Erst legte die kroatische Nationalelf mit dem 3:0 in der Türkei den Grundstein für die Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2012. Und tags darauf konnte die Kroatisch-Katholische Mission ihr 40-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst in der Pfarrei Maria Königin begehen. 

von Kay Müller 

Pastor Slavko Rako, der die kroatische Gemeinde von Anfang an betreut hat, gab in seiner Begrüßung der Hoffnung Ausdruck, in den zurückliegenden 40 Jahren „einen Mosaikstein für die Integration der Kroaten in Kirche und Gesellschaft im Erzbistum“ gelegt zu haben.

Weihbischof Hubert Berenbrinker, (kleines Foto) der den Festgottesdienst gemeinsam mit Slavko Rako feierte, erinnerte an die Anfänge der Gemeinde, deren Gründung durch den vermehrten Zuzug von Gastarbeitern Ende der 60er-Jahre notwendig geworden war. Die kroatischen Gemeinden hätten sich dabei stets als „Brückenbauer“ verstanden, so der Weihbischof. Es sei ihnen gelungen, die eigene Traditionen zu pflegen und zugleich doch auch eine Beheimatung in der Ortskirche zu finden. „Wobei zu sagen ist, dass die katholische Kirche als Weltkirche keine In- und Ausländer kennt“, betonte Berenbrinker: „Wir alle sind, um es mit den Worten des Apostels Paulus zu sagen, Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.“

In seiner Predigt ermutigte Berenbrinker die Mitglieder der kroatischen Gemeinde, an den von Paulus im ersten Korintherbrief (1 Kor 13,13) beschriebenen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung festzuhalten: „Diese göttlichen Tugenden sind für uns Wegweiser in die Zukunft“, so der Weihbischof. Wer an ihnen festhalte, dem brauche auch angesichts der Veränderungen in Kirche und Gesellschaft nicht bange zu sein.

In die Reihe der Gratulanten reihte sich auch Josef Redeker vom Pfarrgemeinderat der Pfarrei Maria Königin ein, wo die kroatische Gemeinde seit ein paar Jahren beheimatet ist. „Wir haben Sie als Gäste kennengelernt, die nach und nach Freunde geworden sind“, so Redeker. „Sie helfen unserer Gemeinde, den eigenen Horizont zu erweitern.“

Ein besonderer Dank zum Jubiläum ging an Pastor Rako: Er sei mit seiner aufgeschlossenen und fürsorglichen Art stets Motor der kroatischen Gemeinde  gewesen, hieß es.


24.05.2012
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