Aktuelle Ausgabe
2012-20

St. Clemenskirche in Dortmund-Brackel nach Renovierung feierlich eingeweiht

Neuer Gebetsraum im Eingang


Dortmund-Brackel. Mit einer großen Prozession wurde die St. Clemenskirche in Dortmund-Brackel nach elfmonatiger umfassender Renovierung wieder eingeweiht. 

von Anna Petri 

Zum Auftakt der Einweihungsfeierlichkeiten der St. Clemenskirche wurde in der Kirche St. Nikolaus von Flüe, einer der anderen Kirche im Pastoralen Raum Dortmund-Ost, eine heilige Messe gefeiert. Im Anschluss daran begab sich die Gemeinde, angeführt von den Messdienern und Pfarrer Ludger Keite, in einer feierlichen Fronleichnamsprozession zur St. Clemenskirche.

Begleitet wurde die Prozession vom evangelischen Posaunenchor. Seine Freude darüber brachte Ludger Keite im Rahmen der Einweihung in der Kirche zu Ausdruck. Die Teilnahme eines evangelischen Posaunenchores sei ein besonderes Zeichen für eine gelebte Ökumene. Auch freue er sich sehr, nach der Renovierung in dieser Kirche wieder die Messe feiern zu können, und bedanke sich bei allen, die dazu beigetragen haben. 

Ein Hauptgrund, der die Renovierungsarbeiten nötig gemacht hatte, waren größere Mörtelstücke, die ab und zu aus dem Gewölbe gestürzt seien, berichtet Pfarrer Keite. Ein Sicherheitsnetz sei aus diesem Grund in der Kirche aufgehängt worden. Dieses Netz sei nun nicht mehr notwendig. Als Erinnerung an die Renovierung wurde es in kleine Stücke geschnitten, auf Postkarten geklebt und im Rahmen der Einweihungsfeierlichkeiten gegen eine kleine Spende angeboten. 

Im Rahmen der Renovierungsarbeiten wurde das gesamte Gewölbe von Grund auf statisch auf Dauer gesichert. Darüber hinaus erhielt die Kirche eine neue Beleuchtung, die deutlich mehr Helligkeit abgibt als die vorherige. Diese Beleuchtung ist vom Förderverein finanziert worden.

Zudem wurden alle Kirchenbänke und Bodenfliesen überarbeitet, auch die Kirchenfassade und das Dach wurden umfassend renoviert. Besonders hebt Keite den neugeschaffenen kleinen Gebetsraum im Eingangsbereich hervor. Hier haben Kirchenbesucher die Möglichkeit zur Besinnung und zum Gebet. Sie können dort eine Kerze anzünden und dabei in das Kirchenschiff schauen. Die Kosten dieser Renovierung belaufen sich auf etwa 540 000 -Euro, erklärt der Pfarrer. Davon liege der Eigenanteil der Gemeinde bei rund 180 000 Euro. Diese Summe würde als Darlehen aufgenommen und müsse in den kommenden acht Jahren abgetragen werden, berichtet Keite und appelliert mit einem Augenzwinkern an die Spendenbereitschaft der Gemeinde. Diese zeigte sich von ihrer frisch renovierten Kirche tief beindruckt, wie die Blicke der Gemeindemitglieder in der bis auf den letzten Platz gefüllten St. Clemenskirche verrieten. 

Zum Abschluss der Feierlichkeiten bedankte sich Pfarrer Keite mit einem dankbaren Blick nach oben für das gute Wetter am Fronleichnamstag und lud die Gemeinde zum anschließenden Gemeindefest auf dem Kirchplatz ein.


24.05.2012
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